Alumni-Nachrichten

OTH Regensburg unterstützt den Erhalt des Schottenportals

28.03.2022
Von: Jakob Schötz, Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Klimamonitoring: Expert*innen-Team untersucht das mehr als 800 Jahre alte Baudenkmal und erstellt ein Simulationsmodell.

Die Verantwortlichen des Forschungsprojektes vor dem Schottenportal. Foto: Jakob Schötz

Die Verantwortlichen des Forschungsprojektes vor dem Schottenportal (v.li.): Bauklimatik-Student Janek Oegl, Andrea Rieger (Bischöfliche Administration), Dr. Sven Bittner (Landesamt für Denkmalpflege), Robert Krah (Krah & Grote Messtechnik), Sebastian Endemann (Steinwerkstatt Regensburg), Prof. Dr. Oliver Steffens und Regens Martin Priller. Foto: Jakob Schötz

Das sogenannte Schottenportal der Regensburger Kirche St. Jakob zählt zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern Deutschlands. Bauklimatik-Student Janek Oegl und Prof. Dr. Oliver Steffens, Vizepräsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), helfen mit, das mehr als 800 Jahre alte Denkmal zu erhalten.

Ein Expert*innenteam aus Verantwortlichen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, der OTH Regensburg, der Bischöflichen Administration sowie externen Restaurator*innen führt gemeinsam in den kommenden zwei Jahren wissenschaftliche Untersuchungen durch. Die Hochschule ist dabei zuständig für das Klimamonitoring.

Raumklimatische Daten erfassen und systematisieren

Bereits 2015 hat sich die OTH Regensburg in ihrem Forschungszentrum „Nachhaltiges Bauen und historische Bauforschung“ intensiv mit dem Schottenportal beschäftigt, die klimatische Situation mit dem damaligen Messsystem analysiert und gewisse Probleme erkannt.

Mit den wenigen Sensoren war ein detailliertes Abbild der Situation nicht möglich. Vizepräsident Prof. Dr. Oliver Steffens betreut das Projekt und erläutert: „Mit der neuen Technik und dem Projekt haben wir die Möglichkeit, das Problem erneut aufzugreifen. Das Ziel ist ganz konkret: Im Rahmen einer studentischen Arbeit erfassen wir die Daten und systematisieren sie. Mit den raumklimatischen Daten schaffen wir die Grundlage für ein Simulationsmodell. Mit dem Modell werden wir den ganzen Jahreslauf, die klimatische Situation, die örtlichen Luftbewegungen im Schutzbau simulieren und letztendlich Prognosen treffen können und Einflussparameter wie Sonneneinstrahlung, Lüftungsverhalten, Tür- und Fensteröffnungen nachstellen können, damit wir im Endeffekt ein Bild bekommen, wie sich die Einhausung verhält.“

Janek Oegl studiert an der OTH Regensburg Bauklimatik und ist in das Hochschulforschungsprojekt eingebunden: Er schreibt eine Projektarbeit darüber und wird seine Bachelorarbeit darauf aufbauen. Er begleitet den Aufbau der Studie, übernimmt die Auswertung aller Daten und erstellt schließlich das Simulationsmodell.

Das Bistum Regenburg hat auf seiner Website eine ausführliche Projektbeschreibung veröffentlicht.

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