Alumni-Nachrichten

Krones AG prämiert Konstruktionsarbeiten von Maschinenbau-Studierenden

27.01.2022
Von: Prof. Dr. Stefan Hierl, Prof. Dr. Thomas Schaeffer

Im Fach „Anwendung Konstruktion“ des Bachelorstudiengangs Maschinenbau wurden im Januar 2022 die besten Konstruktionsarbeiten studentischer Projektteams durch die Krones AG gewürdigt.

Das Siegerteam um Stefan Neger, Stefan Röder, Lukas Pollner und Daniel Kuhn mit Prof. Dr. Stefan Hierl und Prof. Dr. Thomas Schaeffer von der OTH Regensburg sowie Konrad Senn und Andreas Pense von der Krones AG.

Das Siegerteam um Stefan Neger (3.v.l), Stefan Röder (4.v.l.), Lukas Pollner (5.v.l.) und Daniel Kuhn (6.v.l.) mit Prof. Dr. Stefan Hierl (1.v.l.) und Prof. Dr. Thomas Schaeffer (2.v.l.) von der OTH Regensburg sowie Konrad Senn (7.v.l.) und Andreas Pense (8.v.l.) von der Krones AG. Foto: Yannick Vogl

Maschinenbau-Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) bearbeiteten eine konkrete Entwicklungsaufgabe, die von Krones gestellt wurde. Acht Teams des Studienschwerpunkts „Entwicklung und Konstruktion“ waren daran beteiligt. Die Studierenden im siebten Semester wurden durch Prof. Dr. Stefan Hierl und Prof. Dr. Thomas Schaeffer von der Fakultät Maschinenbau betreut.

Die Krones AG ist bekannt als hochinnovatives Unternehmen mit Sitz in Neutraubling, das Anlagen für die Getränkeindustrie und Nahrungsmittelhersteller mit der zugehörigen Prozess- und Fülltechnik sowie Verpackungsmaschinen bis hin zu IT-Lösungen anbietet. Hierzu gehören auch Infrarot-Durchlauföfen für die Herstellung von Kunststoffflaschen aus PET. In diesen Infrarotöfen werden spritzgegossene Halbzeuge (sog. Preforms) erwärmt, bevor mittels des sogenannten Reck-Blas-Verfahrens die Formgebung erfolgt. Bei runden Flaschen werden die Preforms gleichmäßig über den gesamten Umfang erwärmt. Sollen hingegen ungleichmäßig geformte Flaschen, wie z. B. für Shampoos oder Spülmittel, hergestellt werden, ist eine angepasste Wärmeverteilung notwendig, was ein aufwändigeres Handling der Preforms im Durchlaufofen erfordert.

Ausgehend von dieser Problemstellung ergab sich eine aktuelle und praxisnahe Ingenieuraufgabe für die Studierenden mit dem Thema „Konzeption, Auslegung und Konstruktion eines Systems zum orientierten Preformhandling in einem Infrarot-Ofen“. Die entstandenen Konzepte wurden insbesondere hinsichtlich Erfüllung der geforderten Funktionen, Zuverlässigkeit und Kosten bewertet. Für die Krones AG, als dem beteiligten Industriepartner, bot diese Form der kooperativen Konstruktionsarbeit den Vorteil, dass kreative Ideen von angehenden Ingenieur*innen ausgearbeitet wurden, welche den erfahrenen Konstrukteur*innen als neue Impulse und Lösungsansätze dienen.

Projektergebnisse überzeugen die Jury

Die Veranstaltung fand zunächst in Präsenz und ab Mitte des Semesters virtuell per Zoom statt. Dadurch konnten sich die Studierenden anfangs gut kennenlernen und vernetzen und auch die geplante Exkursion zur Krones AG fand statt. Dort und im weiteren Verlauf des Projekts beantwortete Sebastian Steger, Absolvent der OTH Regensburg, die Fragen der Studierenden. Die virtuellen Meetings in Zoom boten im weiteren Verlauf des Semesters den Vorteil, dass die studentischen Entwürfe einfach und komfortabel am PC-Bildschirm besprochen werden konnten.

Alle Teams präsentierten in Kurzvorträgen via Zoom ihre Arbeitsergebnisse. Im Anschluss hieß es für die Krones-Jury, bestehend aus Konrad Senn und Andreas Pense, die ausgearbeiteten Konstruktionen zu bewerten. Den ersten Platz erreichte das Team um Daniel Kuhn, Stefan Neger, Lukas Pollner und Stefan Röder mit einer sehr pfiffigen und innovativen Lösung. Der zweite Platz wurde an das Team um Nicole Hattenberger, Andreas Sorge und Simon Weiß vergeben. Den dritten Platz erreichten gleich drei Teams: Eines der Teams setzte sich zusammen aus Jinan Al Hashemi, Fabian Deml, Robert Freundlieb und Johannes Mandl, ein weiteres Team bildeten Lukas Bäumel, Manuel Blümel, Matthias Blümel und Stefan Geltermeier und ein drittes Team bestand aus Roland Kerschner, Simon Ott, Felix Rambach und Markus Schreiner. Laut Konrad Senn prüfe die Krones AG, einige der Ideen auch patentrechtlich schützen zu lassen.

Neben einer Urkunde erhielten die Preisträger*innen auch großzügige Geldprämien, wofür coronabedingt extra ein Termin im Freien vor dem Maschinenbaugebäude vereinbart wurde. Der sonst übliche Imbiss im Anschluss an die Preisverleihung konnte diesmal leider nicht stattfinden.

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