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Rekorde beim Deutschlandstipendium

30.11.2022

370.800 Euro Fördersumme für 103 Studierende: Mit neuen Rekorden wartet das Deutschlandstipendium an der OTH Regensburg im Wintersemester 2022/2023 auf.

Die 103 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit ihren Fördernden bei der Verleihung der Deutschlandstipendien an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg/Michael Hitzek

Die 103 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit ihren Fördernden bei der Verleihung der Deutschlandstipendien an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg/Michael Hitzek

Mit monatlich 300 Euro unterstützen 58 Unternehmen, Institutionen sowie Privatpersonen – ebenfalls so viele wie nie zuvor – ein Jahr lang zusammen mit dem Bund Studierende mit hervorragenden Leistungen, die sich gesellschaftlich oder sozial engagieren.

Das Deutschlandstipendium ist ein nationales Stipendienprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Besondere daran: Der Bund verdoppelt die Fördersumme von privaten Stifterinnen und Stiftern sowie Fördernden aus der Wirtschaft. An der OTH Regensburg sind das in diesem Jahr 185.400 Euro; insgesamt also 370.800 Euro. Präsident Prof. Dr. Ralph Schneider sprach bei der Vergabefeier von einer „gewaltigen Entwicklung“: Bei der Einführung des Deutschlandstipendiums im Jahr 2011 waren es noch zehn Stiftende, die die Vergabe von 20 Deutschlandstipendien möglich gemacht hatten.

"Nicht nur betriebswirtschaftlich sinnvoll"

Angesichts des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels sagte Schneider an die Stiftenden gewandt: „Ein Engagement, wie Sie alle es zeigen, trägt dazu bei, unsere Studierenden stärker an die Region zu binden. Sie signalisieren damit, dass Ihnen unsere jungen Talente wirklich wichtig sind.“ Zugleich stehe das Engagement stellvertretend für den Zusammenhalt in der Region. „Sie stärken jungen Menschen mit herausragenden Fähigkeiten den Rücken und fördern damit unseren Wissenschaftsstandort sowie die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Kurzum: Sie stiften Bildung!“, so der Präsident.

Eine dieser Stifterinnen ist seit einem Jahrzehnt die ZF Friedrichshafen AG. Deren Vertreter Dr. Bernhard Mitterer sagte, in diesen zehn Jahren habe er viele verschiedene Studentinnen und Studenten kennengelernt. „Sie haben alle mehrfach überzeugt“, betonte Mitterer – menschlich, mit Leistung, Auftreten und Benehmen. Das Engagement für das Deutschlandstipendium mache „nicht nur betriebswirtschaftlich Sinn“. Mitterer betonte, er habe von den Begegnungen und der Zusammenarbeit mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten stets profitiert.

„Einfach mal so 3.600 Euro an eine wildfremde Person vergeben? Jeder Finanzberater würde da mit dem Kopf schütteln“, sagte Martina Hierl augenzwinkernd bei der feierlichen Stipendienvergabe. Sie studiert an der OTH Regensburg International Relations and Management und bedankte sich stellvertretend für alle unterstützten Studierenden bei den Fördernden und für den damit verbundenen Vertrauensvorschuss. Das Deutschlandstipendium ermögliche volle Konzentration auf Studium und soziales Engagement und bedeute „etwas weniger Sorgen um die nächste Monatsmiete oder die drohende Nebenkostenabrechnung“. 

Weiter Unterstützung gesucht

Kontakte intensivieren bei Events, Exkursionen und Praktika: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten bauen mit den Fördernden ein gemeinsames Netzwerk auf. „Das Deutschlandstipendium lebt vom Austausch zwischen Mittelgebenden und Studierenden“, sagt Nicole Lai vom Alumni & Career Service der OTH Regensburg, die die Vergabefeier organisiert und zuvor 14 neue Stifterinnen und Stifter für das Deutschlandstipendium gewonnen hatte. 103 Deutschlandstipendien wurden im Förderjahr 2022/2023 vergeben. Dem gegenüber stehen 307 Bewerbungen. „Daher suchen wir weiter nach Unterstützerinnen und Unterstützern für das Deutschlandstipendium und damit für leistungsstarke Studierende“, so Lai. 

Weitere Infos und Kontaktdaten gibt es per E-Mail an deutschlandstipendium@oth-regensburg.de oder hier.

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