Bachelor Produktions- und Automatisierungstechnik

Produktions- und Automatisierungstechnik ist ein seit vielen Jahren bewährter, qualitativ hochwertiger Studiengang und liegt genau im aktuellen Trend der Digitalisierung industrieller Prozesse. Die fundierte Ingenieursausbildung kombiniert mit digitalem Hightech-Know-How ist wegweisend. Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung erfährt die industrielle Produktion derzeit einen rasanten Wandel. Seit einigen Jahren steht hier das Schlagwort Industrie 4.0 im Raum. Der Studiengang Produktions- und Automatisierungstechnik vermittelt alle entscheidenden Kenntnisse und Fähigkeiten, um zukünftige Konzepte der vierten industriellen Revolution zu gestalten. Dies reicht von Grundlagen des Maschinenbaus über spezifisches Simulationswissen bis hin zu praktischen Programmierkenntnissen und modernen 3D-Druckverfahren.

Auch wirtschaftliche Fragen stehen im Zentrum der Ausbildung. Absolventinnen und Absolventen der Produktions- und Automatisierungstechnik haben ein klares Verständnis für effiziente, kostengünstige Prozesse und sind in der Lage, ihre Ideen ggf. in einem eigenen Start-Up zu verwirklichen.

Der vorhersehbare Bedarf an gut ausgebildeten, bestens qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren der Produktions- und Automatisierungstechnik ist ungebrochen hoch. Dies gilt besonders für die Region Regensburg, in der sich viele höchst innovative produzierende Unternehmen angesiedelt haben. Die Fakultät Maschinenbau unterhält beste Kontakte zur Industrie in der Region und darüber hinaus. Zudem bieten sich Studierenden im Austausch mit ausländischen Partnerhochschulen Entwicklungsmöglichkeiten, die weit über die technischen Inhalte hinausgehen.

Wer Interesse an anspruchsvoller Automatisierungstechnik hat, bei innovativen Produktionskonzepten auch einmal „über den Tellerrand“ schauen möchte und schon immer wissen wollte, was sich hinter dem Begriff Industrie 4.0 verbirgt, für den ist der Bachelor-Studiengang Produktions- und Automatisierungstechnik genau das Richtige. In sieben Semestern können Studierende den ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss für dieses Tätigkeitsfeld erwerben.

Informationen zum Studiengang

Studienbeginn:Wintersemester
Studiendauer:7 Semester, Vollzeitstudium, 210 ECTS-Credits
Studienverlauf:Studienablauf und Studienverlaufsplan
Abschlussgrad: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Akkreditierung:Erfolgreich akkreditiert

Die zu erreichenden Kompetenzen und Fähigkeiten erfordern mathematisch-naturwissenschaftliches, ingenieurwissenschaftliches sowie betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen. Ein weiterer wichtiger Basisaspekt ist die umfassende Kenntnis von Fertigungsverfahren, -apparaturen und -maschinen. Durch die inhaltliche Ausrichtung des Studiengangs auf die Bedürfnisse der Arbeitsvorbereitung, die technische und logistische Gestaltung von Materialflüssen sowie auf maschinenbau-, elektro- und informationstechnische Aspekte der Automatisierung sind Absolventinnen und Absolventen bestens ausgebildet und berufsbefähigt.

Insbesondere die Fähigkeit, Problemstellungen mittels Computerprogrammierung lösen zu können, wird durch praktische Lehreinheiten intensiviert. Des Weiteren wird dem Thema Digitalisierung zunehmend ein hoher Stellenwert eingeräumt. Der Einsatz cyber-physischer Systeme bzw. des Internets der Dinge (Internet of Things. IoT) weist ebenso zukunftsfähige Handlungsfelder von Absolventinnen und Absolventen der Produktions- und Automatisierungstechnik auf, wie die zielgerichtete Einbeziehung von künstlicher Intelligenz.  

Wissen und Fähigkeiten im außerfachlichen Bereich sind ebenfalls hoch eingeschätzte Gesichtspunkte, die im Gesamtprofil der Ausbildung ihren Platz finden: Themen wie Kommunikation, Teamfähigkeit und erste Führungsfähigkeit gehören ebenso zu den vermittelten Inhalten, wie ein angemessenes Verantwortungsbewusstsein und betriebliche Integrationsfähigkeit. Die im Ausbildungsverlauf integrierte Anwendungserfahrung ist ein wichtiger Baustein, der es den Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, beim Berufseinstieg mit dem nötigen Selbstvertrauen zu starten.

Tätigkeitsfelder
Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Produktions- und Automatisierungstechnik finden vielfältige interessante Aufgaben in mittelständischen Firmen und Großunternehmen – insbesondere im Bereich der industriellen Produktion –, in Ingenieurbüros sowie im öffentlichen Dienst. Den fähigen und engagierten Ingenieurinnen und Ingenieuren bieten sich aufgrund der Ausbildung in systemorientiertem Denken und Managementmethoden und der meist bereichsübergreifenden Aufgaben gute Berufs- und Aufstiegschancen. Auch die Gründung eines eigenen Start-Ups im Bereich der Produktion ist eine mögliche Option.


Die Tätigkeitsbereiche umfassen unter anderem

  • Forschung, Planung, Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Erprobung von
    • Produktionssystemen, wie Vorrichtungen, Werkzeugmaschinen, flexible Fertigungssysteme (FFS), etc.
    • Verkettungssystemen (Geräte der Handhabungstechnik, Robotik, Förder-, Lager- und Kommissioniertechnik), flexiblen Montagssystemen und Verpackungssystemen
  • Forschung, Planung, Entwicklung und Erprobung von neuen Fertigungstechnologien mit neuartigen Werkstoffen
  • Planung und Programmierung von Maschinensteuerungen und Produktionssystemsteuerungen für die Automatisierung von Abläufen, Betriebsorganisation, Betriebsführung und Controlling
  • Arbeitsvorbereitung und -gestaltung
  • Produkt- sowie Prozessplanung und -optimierung
  • Produktionsplanung und -steuerung, einschließlich Betreuung und Wartung von rechnergestützten Systemen zur Produktionsplanung und -steuerung (PPS-Systeme) und zum Ressourcen-Management (Enterprise Ressource Planning; ERP)
  • Planung und Management der innerbetrieblichen Logistik, einschließlich Ablaufsimulation in der „virtuellen Fabrik“
  • Digitale Fabrikplanung und -einrichtung einschließlich Projektabwicklung
  • Wartungs- und Instandhaltungsmanagement sowie
  • Qualitätsmanagement
  • Predictive Maintenance
  • Additive Fertigungsverfahren (3D-Druck)

Diese Aufgaben werden von Produktionsingenieurinnen und -ingenieuren in allen Branchen der Investitions- und Konsumgüterindustrie wahrgenommen. In letzter Zeit ist zudem ein steigender Bedarf an Absolventinnen und Absolventen im zukunftsträchtigen Dienstleistungssektor festzustellen. Dabei geht es um externe Beratung und Unterstützung von Unternehmen für spezielle Projekte, insbesondere bei der Einführung von neuen EDV-gestützten Werkzeugen und Methoden in der Produktion. Dies kann z.B. die Einführung von CAM-Systemen (zur Programmierung von Werkzeugmaschinen), TMS-Systemen (für das Werkzeugmanagement), PPS- und ERP-Systemen (für das Betriebsdaten- und -informationsmanagement) oder die Abbildung realer Fabrikanlagen und -prozesse in virtuellen Modellen mit 3D-CAD- und Simulations-Softwaresystemen beinhalten. Weitere Beratungsfelder sind das Qualitätsmanagement mit dem Ziel der Zertifizierung sowie Analysen und Maßnahmen zu „Lean Production“ und „Lean Management“.

Studienziel
Ziel des Studiums ist es, anwendungsorientierte Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden, die imstande sind, ihre erworbenen theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten bei den vielfältigen, anspruchsvollen Aufgabenstellungen im Bereich der Produktions- und Automatisierungstechnik selbstständig und verantwortlich anzuwenden.

Neben fachlicher Tiefe überzeugen die Absolventinnen und Absolventen insbesondere auch durch die Fähigkeit, Probleme aus einer Gesamtsicht verstehen, analysieren und lösen zu können.

Im Hinblick auf die Breite und die Vielfalt der Produktions- und Automatisierungstechnik ist eine Arbeitsbefähigung für unterschiedliche Berufsfelder erforderlich, sowie gegebenenfalls auch die rasche Einarbeitung in neue Anwendungsgebiete. Dies erfordert ein umfassendes Grundlagen- und Fachwissen, das in benachbarte Ingenieurwissenschaften und die Betriebswirtschaft hineinreicht. Die Fähigkeit zur Teamarbeit in gemischtgeschlechtlicher, interkultureller und fremdsprachlicher Umgebung wird aufgebaut. Darüber hinaus wird das Bewusstsein um die gesellschaftliche Verantwortung und um die Notwendigkeit umweltverträglichen Handelns geschaffen. Von übergreifender Bedeutung ist außerdem die Fähigkeit, die komplexen und immer stärker digital vernetzten Systeme strukturieren und beherrschen zu können.

Der vorgesehene Einsatzort und Tätigkeitsbereich der Absolventinnen und Absolventen dieses Studienganges ist im industriellen Produktionsbetrieb im engeren Zusammenhang und Umfeld der Fertigung angesiedelt. Die Ausbildung zielt darauf ab, den bestmöglichen Einsatz der 5M (Mensch, Maschine, Material, Methoden und Management) in diesem Bereich zu ermöglichen. Dazu werden analytische und gestaltgebende Fähigkeiten ausgebildet.

Neben einer qualifizierten Berufsbefähigung für die Ingenieurstätigkeiten im betrieblichen Einsatz, bereitet das Studium auch die Basis für eine wissenschaftliche Weiterqualifikation im Rahmen eines Master-Studienganges.

Master
Mit dem Bachelor-Abschluss in Produktions- und Automatisierungstechnik stehen alle Wege zu einer höheren akademischen Laufbahn offen. Informationen zu den einzelnen Studiengängen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg gibt es unter: Masterstudiengänge an der OTH Regensburg.

Module und Fächerbeschreibungen

Rechtliche Grundlagen

  • Angaben der Prüfer und Zweitprüfer (siehe unten: Studienplan)
  • Zugelassene Hilfsmittel (siehe rechts: Infoblock )
  • Prüfungszeiträume, die außerhalb des Semesterprüfungszeitraums liegen
     
  • Studienplan (auf Basis SPO vom 11.12.2012)
  • Studienplan (auf Basis SPO vom 8.3.2019)