Projekte im Rahmen von Bundesförderungen

Projektdauer: 01.03.2022 – 28.02.2026

Gesamtziel und zugleich Innovation des beantragten Vorhabens "SPlanRoB - Schalltechnische Planungsgrundlagen für Rohrleitungen und Befestigungselemente" ist eine methodenbasierte, durchgängige Beschreibung der schalltechnischen Vorgänge von der anregenden Quelle (Rohrleitungssystem), der Übertragung im Gebäude, bis zur Einwirkung beim Empfänger (Bewohner). Zur Erreichung dieses Gesamtziels werden im beantragten Vorhaben für jeden Teilbereich herausragende Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zielgerichtet gebündelt und somit zu einer gesamtheitlichen multidisziplinären Kompetenz im Bereich Körperschall der Projektpartner aus Wissenschaft und Industrie ausgebaut. Der zugrundeliegende, methodische Ansatz bei der technischen Beschreibung der Übertragungskette besteht in der Trennung von (Körperschall-) Quelle und Gebäudeübertragung. Dieser Ansatz wurde in vorangegangenen Forschungsprojekten für akustisch gesehen einfache Quellen (z.B. Klimageräte) auf wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Ebene bereits erfolgreich validiert.

Wasserführende Rohrleitungssysteme sind durch die geometrischen Verhältnisse, die Ankopplung an mehrere Bauteile und die veränderlichen „Betriebsbedingungen" (zeitliche Variation der Durchflussmenge, Vielzahl möglicher Rohre und Befestigungsvarianten etc.) komplexe Körperschallquellen, deren physikalische Beschreibung ungleich schwieriger und aufwändiger ist. Insbesondere der Einfluss von Befestigungselementen und deren Potential zur Körperschall-Entkopplung wurde bislang nur unzureichend untersucht. Auch bezüglich der Einwirkung des entstehenden Lärms auf Bewohner fehlen wirkungsbezogene Prognosemodelle für Geräuschquellen wie Rohrleitungssysteme und gebäudetechnische Anlagen. Die für die gesamte Bauakustik wichtige Frage nach einer geeigneten Bewertungsgröße soll im beantragten Vorhaben erstmals am Beispiel von wasserführenden Rohrleitungassvstemen beantwortet werden.

Das BMBF fördert SPlanRoB über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz "FH-Kooperativ". Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

Kooperationspartner: Hochschule für Technik Stuttgart; Technische Universität Berlin; Fischerwerke GmbH & Co. KG (Waldachtal)
Fördersumme: 200.100 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Höller
Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2024

Das Projekt ReduCO2 macht das Recycling des klimaschädlichen Verbrennungsgases CO2 in flüssigen Treibstoff wie Ethanol wirtschaftlich möglich.

Die chemische Bindung des CO2 zu Ethanol erfolgt durch Elektrolyse an einem Katalysator. Die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung wird durch den Einsatz mikro- und nanotechnologischer Strukturierungs-methoden und neuer Graphitstrukturen gelingen. Gleichzeitig entsteht ein dringend benötigter dauerhafter Speicher für zeitweilig überschüssige Solar- oder Windenergie in Form von lagerbarem Brennstoff. Der neue komplex zusammengesetzte Katalysator integriert in einer neuentwickelten Elektrolysezelle bietet eine hohe Ausbeute mit hoher Energieeffizienz und unterdrückt die Bildung unerwünschter Produkte.

Um dies zu erforschen und zu optimieren, hat sich ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk, bestehend aus der OTH Regensburg, der TH Deggendorf, der Universität zu Kiel und den Firmen ESy-Labs und Infineon AG gebildet. Dafür wirken die Kompetenzen in den Bereichen Mikro-, Nanotechnologie und Mikrofluidik (Prof. Dr. A. Lechner und Prof. Dr. M. Kammler, OTH Regensburg/Kompetenzzentrum Nanochem; Prof. R. Förg, TH Deggendorf), Partikuläre Nanotechnologie (Prof. Dr. Faupel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), chemische Elektrosynthese (Firma ESy-Labs) und Graphittechnologie (Infineon AG, centrotherm AG) zusammen. Der ökonomische und ökologische Nutzen der Ergebnisse wird von Experten verfolgt (Prof. Dr. M. Sterner, OTH Regensburg). Die Firmen ESy-Labs,  Infineon AG und centrotherm AG werden die Ergebnisse verwerten und gemäß den Anforderungen des Marktes in die Produktion überführen.

Am Ende wird in einem Demonstrator die Umsetzbarkeit für den industriellen Einsatz im Großmaßstab gezeigt.  So soll es bald Realität werden, dass aus Brennstoffen nach Verbrennung klimaneutral erneut Brennstoffe gewonnen werden, und überschüssige grüne Energie endlich ihre Speicherform findet, im Sinne eines ökologischen Kreislaufs.

Das BMBF fördert ReduCO2 über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz "FH-Kooperativ". Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

Kooperationspartner: Technische Hochschule Deggendorf; Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; centrotherm International AG (Blaubeuren); ESy-Labs GmbH (Regensburg); Infineon Technologies AG (Regensburg)
Fördersumme: 494.600 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Lechner; Prof. Dr. Martin Kammler
Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2025

Ziel von NEOVAK ist es, mit Hilfe eines einzigen miniaturisierten thermischen Sensorelements den gesamten technischen Vakuumbereich vom 10-6 mbar bis Atmosphärendruck messtechnisch zu erfassen. Dabei soll auch im Hochvakuum die Messwerterfassung im ms-Bereich erfolgen und gleichzeitig eine hohe Reproduzierbarkeit, Stabilität und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen (z.B. Temperatur) gewährleistet sein. Bislang müssen thermische Vakuumsensoren („Pirani“-Sensoren) gemeinsam mit weiteren Sensoren zu einem Sensorsystem kombiniert werden, um den gesamten Messbereich erfassen zu können. Für den Hochvakuumbereich werden dafür Ionisationssensoren verwendet. Diese Messmethode, die auf dem Prinzip der Ionisation des Restgases über freie Elektronen und der anschließenden Messung des Ionenstromes basiert, ist sehr präzise und die gebräuchlichste Methode zur Messung im Ultrahochvakuum. Diese hohe Präzision und der damit verbundene (finanzielle) Aufwand wären aber für viele Anwendungsfälle im Bereich von Atmosphärendruck bis 10-6 mbar eigentlich gar nicht erforderlich. Allerdings steht bislang kein geeignetes thermisches Sensorelement zur Verfügung, mit dem der gesamte Messbereich erfasst werden könnte. Zur Lösung des Problems, sollen geeignete miniaturisierte Sensorelemente realisiert und mit dynamischen Messverfahren (z.B. Impuls-Rampen und 3ω-Methode) kombiniert werden. Gegenüber alternativen Lösungsansätzen, kann mit unserem Ansatz der technische Aufwand deutlich reduziert werden, da statt zwei Sensorelementen nur noch eines erforderlich ist und thermische Sensoren im Vergleich zu Ionisationssensoren einfacher aufgebaut und preisgünstiger sind. Diese Technologie ermöglicht zudem eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten, wie die Realisierung neuartiger thermischer Gas- und Inertialsensoren, welche trotz einfacher und kompakter Bauform hohe Sensitivitäten bei gleichzeitig kurzen Ansprechzeiten aufweisen.

Das BMBF fördert NEOVAK über das Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“, kurz "FH-Kooperativ". Einen Bericht über die feierliche Vorstellung dieses Projekts zusammen mit zwei weiteren FH-Kooperativ-Vorhaben lesen Sie online.

Kooperationspartner: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Thyracont Vacuum Instruments GmbH (Passau)
Fördersumme: 418.700 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Rupert Schreiner
Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2023

Durch steigenden Kostendruck und kurze Entwicklungszyklen im automobilen Sektor besteht ein Bedarf an der Effizienzsteigerung von Prozessen. Dies betrifft auch die Entwicklung von Blechteilen. Bei der Konzipierung neuer Blechteile werden im frühen Entwicklungsstadium verschiedene Konstruktionsansätze verfolgt, deren spätere Herstellbarkeit kaum objektiv beurteilt werden kann. Dies führt zu hohen Zusatzkosten und Zeitverzug durch die Weiterentwicklung später nicht herstellbarer Teile. Deswegen soll im Projekt E-PreMa ein Software-Prototyp entwickelt werden, welcher die Herstellbarkeit bereits in der frühen Entwicklungsphase vorhersagen kann und außerdem geeignete Entwicklungsansätze aufzeigt. Die zugrundeliegende Methodik ist eine Kopplung von FEM-Simulationen, maschinellem Lernen, Formoptimierung und weiteren Data Engineering-Methoden. Die resultierende Software soll Konstruktionsingenieuren eine reproduzierbare Hilfestellung bieten, alle betriebswirtschaftlichen und technischen Anforderungen in einem herstellbaren Blechteil zu vereinen. Dadurch sollen teure und zeitintensive Fehlentwicklungen auf ein Minimum reduziert werden.

Das Projekt wird über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Kooperationspartner: SCALE GmbH, Ingolstadt; Technische Universität München, München

Fördersumme: 177.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Marcus Wagner
Projektdauer: 01.10.2021 – 30.09.2024

Das Projekt basiert auf den vorläufigen Ergebnissen der vorhergehenden Förderperiode 2018-2021. Sein Hauptziel ist es, nachgiebige magnetoelektrische (ME) Schichtstrukturen zu entwerfen, herzustellen und zu charakterisieren, welche ein magnetoaktives Elastomer (MAE) als magnetostriktive Phase und ein flexibles Polymer als piezoelektrische Phase umfassen. Das piezoelektrische Polymer wird entweder ein handelsübliches Polyvinylidenfluorid oder ein mikrostrukturiertes ferroelektrisches Material auf Polydimethylsiloxan-Basis sein. Der direkte ME-Effekt in solchen Verbundwerkstoffen ist auf eine durch die mechanische Belastung entstehende Kopplung („strain-mediated coupling“) zwischen Magnetostriktion und Piezoelektrizität in konstitutiven Materialien zurückzuführen. In diesem Zusammenhang sind experimentelle Untersuchungen zur Deformation von MAE-Körpern in homogenen Magnetfeldern von besonderer Bedeutung.

Während der derzeitigen Förderung wurde außerdem die große Wiedemann-Verdrehung einer MAE-Röhre entdeckt. Dieser Effekt soll nun weiter erforscht werden.

Mögliche Anwendungen der erhaltenen Ergebnisse sind magnetisch gesteuerte Linear- und Torsionsaktuatoren, Magnetfeldsensoren, „Energy Harvesting“-Geräte usw.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Irena Drevenšek Olenik, Institut „Jožef Stefan“, Ljubljana, Slowenien; Assoc. Prof. Dr. Leonid Y. Fetisov, MIREA - Russian Technological University, Moskau, Russland; Prof. Dr. Joachim Wollschläger, Universität Osnabrück

Fördersumme: 188.650 Euro
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung: Prof. Dr. Mikhail Chamonine
Projektdauer: 01.09.2021 – 29.02.2024
Das Forschungsvorhaben „DigitalExonomics“ stellt sich der Aufgabe, eine neue umfassende Methodik zur Untersuchung und Bewertung der ergonomischen Auswirkungen des Tragens von Exoskeletten in industriellen Anwendungen auf körperliche Belastungen mit Hilfe von markerloser Bewegungserfassung und 3D-Menschmodellen (ema und AnyBody) zu entwickeln und die neuen Analysemöglichkeiten in eine Software zur virtuellen Planung von manuellen Arbeitsprozessen (ema Work Designer) als Zusatzmodul zu integrieren. Die OTH Regensburg bringt hierbei ihre Expertise im Feld der virtuellen Menschmodellierung (AnyBody) in das Projekt ein. Die Kernaufgabe der OTH im Projekt sind die Erstellung und Berechnung von virtuellen Menschmodellen sowie die Integration, Überprüfung und Qualifikation von markerlosen Bewegungsmessungen zur Verwendung mit diesen Modellen.

Kooperationspartner: imk automotive GmbH, Chemnitz; The Captury GmbH, Saarbrücken; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Stuttgart

Fördersumme: 250.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Dendorfer
Projektdauer: 01.07.2021 – 30.06.2027

Das Projekt "ZAP.OTHR - Zukunft Akademisches Personal" der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) verfolgt das Ziel, die Gewinnung und Bindung von exzellenten Professor*innen für die Hochschule sicherzustellen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Leistungsfähigkeit und Qualität der Lehre und Forschung an der OTH Regensburg. Das Gesamtprojekt besteht aus mehreren Teilprojekten, die auf den Säulen „Wahrnehmung als Arbeitgeber“ sowie „Rekrutierung und Qualifizierung“ aufbauen und an verschiedenen relevanten Schnittstellen im Karriereweg zur Professur ansetzen.

Um die Wahrnehmung der OTH Regensburg als attraktiven Arbeitgeber zu steigern, wird eine zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategie entwickelt und begleitend dazu eine Evaluation von Karrierewegen im Hinblick auf die Fachhochschulprofessur durchgeführt. Zudem soll mit der Ausschreibung von Forschungsprofessuren eine neue Zielgruppe erschlossen werden.

Im Bereich der Rekrutierung werden geeignete Kandidat*innen gezielt gesucht und eine Vernetzungsplattform mit Personen in der Industrie aufgebaut. Außerdem wird die Förderung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses vorangetrieben. Im Bereich Qualifizierung wird als Ergänzung zum fakultätsinternen Onboarding ein hochschulweites Onboarding etabliert, um neue Professor*innen fakultätsübergreifend an der OTH Regensburg zu integrieren und Möglichkeiten zum Netzwerken zu bieten. Für etablierte Professor*innen werden Profilprofessuren geschaffen, um eine Schärfung des eigenen Profils zu ermöglichen. Ergänzend wird ein fakultätsübergreifendes Angebot der Weiterentwicklung aufgebaut.

Für die Umsetzung unterstützend wirkt dabei die Verankerung des Themas Personalentwicklung als strategisches Querschnittsthema für die gesamte Hochschule sowie die Verabschiedung von strategischen Zielen in der erweiterten Hochschulleitung. Damit ist das Thema eng mit dem Hochschulentwicklungsprozess verzahnt.

Fördersumme: 4,03 Mio. Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier
Projektdauer: 01.07.2021 – 30.06.2025

Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg ist eine der größten und for-schungsstärksten angewandten Technischen Hochschulen Deutschlands und eröffnet dadurch in vielen Gebieten ein außergewöhnlich hohes Gründungspotential. Zugleich bleibt die Gründungsunterstützung an den HAW (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) noch deutlich hinter den Angeboten an den Universitäten zurück, und dies obwohl die Anwendungsnähe ein durchaus beachtliches Gründungspotential verspricht. Gerade an der OTH Regensburg ist das Thema „Gründung“ ein zentraler Profilbaustein und der „Gründungsradar“ bewertet unter anderem die Gründungssensibilisierung und die Gründungslehre an der Hochschule sehr positiv. Er zeigt aber auch Lücken und Schwächen auf. Letzteres wird durch zwei komplementäre, aber unabhängig voneinander funktionsfähige Projekte adressiert, und zwar in „O/HUB“ (Link) aus der BMWi-Richtlinie „EXIST Potentiale“ (Schwerpunkt Verbesserung des Beratungs- und Begleitungsprogramms, der Gründungssensibilisierung und der generellen Gründungslehre) einerseits und andererseits mit dem vorliegenden Projekt in der BMBF-Richtlinie StartupLab@FH.

Schwerpunkt des OTH Startup-Labs ist die Errichtung und der Betrieb eines Startup-Labs im Sinne eines Makerspaces mit kreativer und iterativer Ideengenerierung, Frühphasenförderung und Acceleration. Ferner soll das Lab die Möglichkeit bieten, Ideen in Artefakte zu konkretisieren, bei-spielsweise durch die Erstellung von Prototypen oder Designstudien, Projekte bis hin zu Vertriebsmustern fachkundig zu begleiten, eine hochschulweite, interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Maker-Kultur zu entwickeln, spezifische Lehrangeboten und Sensibilisierungsmaßnahmen zu etablieren und Unterstützungsangebote für sich konkretisierende Gründungsideen bereitzustellen.

Einen Bericht zum Startschuss des Projekts lesen Sie hier.

Kooperationspartner: -

Fördersumme: 1,79 Mio. Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektleitung:  Prof. Dr. Patrick Saßmannshausen, Prof. Dr. Markus Heckner, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann

Projektdauer: 01.07.2021 - 31.07.2023

Die Innovation im Projekt ELISE ist ein autonom-fahrender Roboter (ANELISE), der an definierten Stellen Bodenproben aus gleicher Tiefe entnimmt, siebt, abfüllt, mikroskopisch analysiert und ergebnis-orientiert verarbeitet. Im Herzstück der Analyse werden Bodenproben gezielt auf ihr Pilz-Bakterienverhältnis (Mengenabschätzung) sowie auf den Krümelstabilitätstest untersucht. Diese werden bei wiederholten Probenentnahmen gegenübergestellt um die Entwicklung bzw. Veränderung in der Bodenqualität ermitteln zu können.

Die Probenentnahmestellen eines Ackers werden per GPS bzw. GNSS definiert und gespeichert, was es dem Anwender ermöglicht, wiederholt die gleichen Stellen (mit einer Genauigkeit von 10 cm) anzufahren. Des Weiteren werden die Bodenproben der einzelnen Stellen separat entnommen und analysiert, was dazu führt, dass man punktuell genau Vergleiche von Proben über mehrere Entnahmen über einen definierten Zeitraum ziehen kann („Intelligente Bodenanalyse“).

Der ANELISE wird in der Lage sein, durch Algorithmus gute, durchführbare Bohrungsstellen von schlechten zu unterscheiden und dementsprechend eine passende in einem definierten Bereich zu ermitteln. Sobald die Bohrung durchgeführt wurde, kann durch Analyse noch am Acker ein aussagekräftiges Ergebnis gegeben werden.

Kooperationspartner: Digital Workbench GmbH/Wettstetten und Agrarservice Hägler/Wernberg-Köblitz
Fördersumme: 220.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung:  Prof. Dr. rer. nat. Hermann Ketterl

Projektdauer: 01.06.2021 – 31.05.2023

Die Produktion von Bauteilen mittels CNC-Maschinen ist aktuell durch einen hohen, manuellen Aufwand zur Planung der Aufspannsituation sowie zur Fertigung des ersten Bauteils (Verifizierungsphase) gekennzeichnet. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung einer auf Augmented-Reality (AR) basierten Unterstützung des Werkers bei der Planung und Fertigung von Kleinstserien mittels CNC-Maschinen: CNC-Visual. Das neuartige System wird eine (semi-)automatische Planung der Aufspannsituation, eine AR-gestützte Aufspannung, einen Abgleich von Soll- und Ist-Situation sowie eine AR-Visualisierung relevanter Bearbeitungsinformationen ermöglichen.

Das Projekt wird über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Kooperationspartner: OPUS Entwicklungs und Vertriebs GmbH (OPUS)

Fördersumme: 220.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ellermeier, Andreas
Projektdauer: 01.05.2021 – 30.04.2023

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines auf der Additiven Fertigung basierenden Herstellungsverfahrens, welches eine stoffschlüssige, adaptive Integration von Sekundärstrukturen in Form von Krafteinleitungs- und Funktionselementen auf einer Primärstruktur aus thermoplastischen Verbundhalbzeugen ermöglicht. Mit dem Vorhaben soll eine Alternative zu aufwendigen Fertigungsverfahren, wie dem nachgelagerten Spritzgussprozess, aufgezeigt werden. Dabei wird das Augenmerk vor allem auf die kraftgerechte Gestaltung des Übergangs zwischen der Primärstruktur und dem adaptiv-integrativ gedruckten Element sowie auf die stoffschlüssige Verbindung gerichtet. Zunächst wird das Verfahren an ebenen thermoplastischen FVK-Primärstrukturen erarbeitet, auf gekrümmte Strukturen erweitert und schließlich bei der Firma thinkTEC 3D GmbH auf ein Robotersystem überführt. Die Zielgrößen sind neben dem generellen Fertigungsprozess, die Anhaftungsqualität sowie Verbindungssteifigkeit und -festigkeit. Neben der konstruktiven Gestaltung des Übergangsbereiches zählen die Adaption von Druckwerkstoff und Trägermaterial, das Aufnehmen der Grundstruktur, beispielsweise mittels 3D-Scan, sowie die Betrachtung der Schälkräfte des Krafteinleitungselements, die beispielsweise aus dem Fertigungsverfahren resultieren, zu den Herausforderungen bei der Entwicklung des beschriebenen Verfahrens. Des Weiteren soll die komplette Prozesskette von der Aufnahme der Grundgeometrie über den 3D-Druckvorgang zur Anbringung der Krafteinleitungselemente mittels FFF (Fused Filament Fabrication)-Verfahrens bis hin zur Prüfung und Auswertung der Verbindungsstelle dargestellt werden. Das Verfahren wird zusammen mit der Firma thinkTEC 3D entwickelt und das Unternehmen wird den Prozess zukünftig als Dienstleistung für die Bearbeitung komplexer, individueller Strukturen einsetzen.

Link zur TC-Homepage mit ausführlicher Beschreibung: https://www.tc-neustadt-donau.de/projekt/inprint/

Kooperationspartner: thinkTEC 3D GmbH

Fördersumme: 184.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich
Projektdauer: 01.04.2021 – 31.03.2025

Das Projekt "StaR@OTH - Stack Revolution" verfolgt im Rahmen des Verbundvorhabens H2Giga die Reduktion der Herstellungskosten für alkalische Elektrolyseure auf einen Wert deutlich unter den aktuellen Marktprognosen für 2030 durch die Entwicklung eines produktionsoptimierten Stackdesigns sowie die Entwicklung und Validierung von darauf abgestimmten Produktionskonzepten im GigaWatt (GW)-Maßstab.

Das Gesamtprojekt H2Giga entstand aus dem Ideenwettbewerb "Wasserstoffrepublik Deutschland" und wird aus dem "Energie- und Klimafonds" des BMBF finanziert. Übergeordnete Ziel der H2Giga-Plattform ist die Schaffung von Grundlagen für eine automatisierte Serienfertigung von Wasserelektrolyseuren für Anlagen bis in den Gigawatt-Bereich in Deutschland. Damit soll deutschen Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, führende Anbieter von grünem Wasserstoff für die Industrie und den Transportsektor zu werden. Dabei stellt die automatisierte Serienfertigung einen wichtigen Schritt dar, um höhere Kapazitäten bei verringerten Installationskosten pro Einheit zu realisieren.

Im Teilprojekt StaR@OTH wird von Anfang an ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden, bei dem die folgenden Entwicklungsschritte innerhalb des Vorhabens betrachtet werden:

  • Produktionsoptimierte Stackentwicklung durch Nutzung bekannter Fertigungsmethoden anderer Industrien,
  • Reduktion der Materialkosten durch Minimierung des Einsatzmaterials,
  • Verringerung der Produktionskosten (insbesondere durch Minimierung der manuellen Produktion sowie Aufbau eines skalierbaren Produktions- und Logistikkonzeptes – abgesichert durch den digitalen Zwilling der Produktion),
  • Aufbau einer skalierbaren Supply Chain (SC) und Analyse der SC-Risiken,
  • Entwicklung eines Konzepts zur Implementierung von zirkulären Wertschöpfungsketten im Lebenszyklus von Elektrolyseuren,
  • Aufbau eines Digital Twin der gesamten Produktion vom Elektrolyseur über die Fabrik sowie kritischer Teile der Supply Chain zur Validierung des Herstellungs-Ramp-up auf GW-Maßstab.
 

Kooperationspartner: WEW GmbH, Dortmund; Technische Universität Clausthal; Hochschule Rhein-Waal, Kleve; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), Aachen

Fördersumme: 1,25 Mio. Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Galka
Projektdauer: 01.12.2020 – 30.11.2023
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation einer Social-Media-Plattform zur autonomen Vernetzung im Sinne von Peer-to-Peer-Unterstützung bei neurologischer Sprachstörung, Aphasie. Damit sollen Lebensqualität und psychisches Wohlbefinden gesteigert werden. In der multimodal konzipierten, angepassten Smartphone-App, die digitalen Austausch und face-to-face Treffen mit Peers stimuliert, fließen technische, sozialwissenschaftliche und logopädische Expertise ein. Erstmalig entsteht eine barrie-refreie digitale Lösung zur sozialen Inklusion von Menschen mit neurologischer Kom-munikationsstörung, die strukturellen Hindernissen in Teilhabe wie Mobilitätsdefiziten und mangelnder flächendeckender Versorgung v.a. in ländlichen Regionen entgegen-gewirkt. Weiteres Wissen zur digitalen Inklusion vulnerabler Gruppen wird generiert. Hohes Transferpotential liegt in der Verbreitung der App in Logopädie, Psychologie, Sozialarbeit und der Nutzung durch andere Gruppen wie Menschen mit M. Parkinson.
Kooperationspartner: Katholische Hochschule Mainz
Fördersumme: 404.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. rer. medic. Norina Lauer
Projektdauer: 01.09.2020 – 31.08.2022

Ziel des Projektes AdWinT ist die Entwicklung eines auf dem Filament-Winding-Verfahren basierenden Herstellungsverfahrens für thermoplastische, endlosfaserverstärkte Kunststoffe, das die Vorteile des duroplastischen Wickelverfahrens mit jenen des thermoplastischen Verfahrens verbindet. Im Kern bedeutet dies die Verwendung der beiden Ausgangsmaterialien in der ersten Erzeugnisstufe mit Direktimprägnierung zur Erzeugung von Organotapes und Konsolidierung in einer Anlage. Darüber hinaus soll eine Funktionalität unter industrienahen Prozessgeschwindigkeiten und -bedingungen im Labormaßstab nachgewiesen und anschließend die Imprägnier- und Konsolidierungssysteme in einer für den entwickelten Prozess konstruierten Industriewickelanlage integriert werden. Darüber hinaus soll zum Nachweis der Prozessfunktionalität ein Demonstratorbauteil im neu geschaffenen Fertigungsprozess gefertigt und in der direkten Anwendung getestet werden. Diese Leichtbaustrukturen können als Walzen für die Kunststofffolien-, Papier- und Druckindustrie oder als Antriebswelle bei Windenergieanlagen, maritimen Anwendungen und Generatoren für die Energiegewinnung zur Steigerung der Energieeffizienz der Maschinen eingesetzt werden. Nähere Informationen unter: https://www.tc-neustadt-donau.de/projekt/adwint/

Kooperationspartner: HÄHL GmbH

Fördersumme: 185.600 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung:  Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich

Projektdauer: 01.05.2020 – 30.04.2024

Um vorhandene Potentiale zu heben und neue zu erschließen, etabliert der O/HUB eine verbundweit ganzheitliche und in ihren Prozessen einheitliche Gründungsförderung in sechs Schritten:

  1. Es wurden gemeinsame Potentialbereiche hochschulübergreifend definiert. Ein Gründungsscouting, das sich an den Potentialbereichen orientiert, entwickelt systematisch die jeweiligen Gründungspotentiale.
  2. Die Gründungssensibilisierung findet spezifisch für die Potentialbereiche statt. Dabei werden Alumni und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen einbezogen. Es werden dazu sowohl im Verbund erfolgreich erprobte, als auch an anderen Hochschulen bewährte, Veranstaltungen durchgeführt.
  3. Die bereits umfassenden Angebote der Gründungslehre werden um spezifische Bausteine für die definierten Potentialbereiche erweitert und im Verbund koordiniert.
  4. Die bisherige, völlig ausgelastete Gründungsberatung des OTH start-up centers wird dem Umfang nach auf die erforderliche Größe ausgeweitet und vor allem in Prozess und Inhalt grundlegend neugestaltet. Zukünftig wird es eine dynamische Gründungsbegleitung statt der bisherigen, klassischen Gründungsberatung geben.
  5. Im Verbund mit der OTH Amberg-Weiden und der Universität Regensburg wird das sehr gute Entrepreneurial Ecosystem in der Oberpfalz weiter genutzt und intensiviert.
  6. Eine zusätzliche Ausrichtung auf internationale Aspekte bei einzelnen Gründungen hilft beim Skalieren.

Einen Bericht über die Prämierungsfeier lesen Sie hier.

Komplementär zum Verbundvorhaben O/HUB ist an der Hochschule das OTH Startup-Lab (Link) gegründet worden.

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, Universität Regensburg

Fördersumme: 740.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Projektleitung:Prof. Dr. Patrick Saßmannshausen

Projektdauer: 01.02.2020 - 31.01.2023

Die Themen Wohnen und Care (d. h. Sorge um z.B. ältere Menschen und Kinder) zählen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Da Care-Arbeit überwiegend dort geleistet wird, wo Menschen wohnen und ihren Alltag verbringen, betrachtet das interdisziplinäre Forschungs- und Praxisprojekt „WellCare“ die Verknüpfung der Fragen zum besseren Wohnen und besserem Care als maßgeblichen Bestandteil zukunftsfähiger Konzeptionen und Umsetzungen einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft. Ziel ist es, Wohnen und Care als Bestandteile der Definition von gesellschaftlicher Teilhabe neu zu konturieren und die Teilhabemöglichkeiten von Care-leistenden und -empfangenden Personen zu verstärken oder erst zu eröffnen.

Es werden nahraumbezogene Care- und Wohn-Arrangements sowie kommunale partizipative Konzepte und Prozesse von Wohnen, Stadtentwicklung und Care darauf hin analysiert, wie sich Care geschlechtergerecht und sozial ausgewogen gestalten lässt. Dabei steht im Fokus, wie Sorgetätigkeiten, Stadt- und Wohnräume zusammenwirken und welche institutionellen, gesetzlichen Rahmenbedingungen Care im Nahraum formen, ermöglichen, aber auch behindern. Die Projektergebnisse werden an kommunale und zivilgesellschaftliche Akteurinnen zurückgespiegelt und dienen als Basis für Maßnahmen zur Förderung integrierter Wohn- und Sorgeumfelder. Die OTH Regensburg analysiert in Teilprojekt B kommunale Steuerungs-, Politik- und Aushandlungsprozesse im Hinblick auf die Etablierung neuer Wohn-/Care-Projekte und auf die Möglichkeiten von Partizipation und Teilhabe unter Einbeziehung aller relevanten kommunalen Akteurinnen.

Kooperationspartner: FAM Frauenakademie München e.V.

Fördersumme: 478.050,90 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung:  Prof. Dr. habil. Clarissa Rudolph

 

Projektdauer: 01.01.2020 – 31.12.2022

Die Förderung des Projekts PreSEDA dient der Vorbereitung des Transfers innovativer Sensortechnologien aus dem akademischen Umfeld in Anwendungen zur Digitalisierung chemischer Produktionsanlagen. Dabei sollen unter anderem Methoden des maschinellen Lernens zum Einsatz kommen, um den Anforderungen von Anlagenbetreibern an die Robustheit und die Fehleranfälligkeit von Sensorsystemen gerecht zu werden. Die Erreichung dieses Primärziels setzt die Entwicklung eines modular anpassbaren Basissystems voraus. Vor einem elektrotechnischen Hintergrund bedeutet dies beispielsweise die Implementierung einer Vielzahl von Schnittstellen zur Anbindung unterschiedlichster Sensorelemente, die Verwendung eines universellen und ausfallsicheren Bussystems, die Wahl einer leistungsstarken Basis-Plattform oder eine möglichst große Flexibilität (zum Beispiel durch die Verfügbarkeit möglichst umfangreicher Bibliotheken bzw. durch regen Support im Rahmen einer großen Community) mit Blick auf die Implementierung einer potenziell exotischen Schnittstelle zur Kommunikation mit einer übergeordneten Instanz.

Die Förderung des Projekts erfolgt im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesrepublik Deutschland und soll zum Ziel der Halbierung des Primärenergieverbrauchs zwischen 2008 und 2050 beitragen. Das Einsparpotenzial im industriellen Sektor ist enorm, da rund 30 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs für industrielle Prozesse benötigt werden.

An PreSEDA wird im Sensorik Applikationszentrum gearbeitet. Das SappZ ist ein Labor der OTH Regensburg und verfügt über hochspezialisiertes Wissen in der Sensorentwicklung und Miniaturisierung, das bereits in zahlreichen anderen Forschungsprojekten Anwendung findet.

 

Kooperationspartner: -

Fördersumme: 1.172.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Projektleitung: Prof., Dr. rer. nat., Dipl.-Phys. Rudolf Bierl
Projektdauer: 01.01.2020 – 31.12.2022

Innerhalb des Teilvorhabens der OTH werden die numerischen Modelle für die computergestützte Entwicklung und Optimierung des neuartigen additiv gefertigten Aortenstents im Rahmen des Projekts Aortic Gen-i-Stent entwickelt. Dies umfasst die Entwicklung und Validierung eines Materialmodells,welches das mechanische Verhalten des additiv verarbeiteten Werkstoffs 316L akkurat abbildet.

Des Weiteren wird ein Modell für die Simulation des additiven Aortenstents, welches die Belastungshistorie des Stents vor/während der Implantation umfasst, entwickelt und validiert . Darüber hinaus wird die Methodik für die fertigungsgerechte  Designoptimierung des Stents entwickelt werden. Dabeiwird sowohl das mechanische Verhalten des additiv verarbeiten Werkstoffs 316L, als auch die durch den Aortenbogen bedingten geometrischen Anforderungen an den Stent berücksichtigt.

Die Innovation des Teilvorhabens begründet sich auf der Entwicklung eines Materialmodells,welches zum einen das mechanische Verhalten eines additiv verarbeiteten Werkstoffs 316L akkurat abbildet und zum anderen für eine produktbezogene Anwendung hinsichtlich des dafür benötigten Rechenaufwands geeignet ist.

Die Innovation dieses Teilvorhaben besteht zudem in der Entwicklung einer Methodik für die Designoptimierung unter Berücksichtigung der spezifischen mechanischen Eigenschaften eines additiv verarbeiteten Werkstoffs mit Fokus auf der Optimierung des plastischen Verformungsverhaltens.

Das Materialmodell des additiv verarbeiten Werkstoffs wird auf Basis experimenteller Daten sukzessive aufgebaut und dessen Komplexität innerhalb der Projektlaufzeit gesteigert.  Das Materialmodell wird anschließend in das Modell für die Simulation des Stentingprozesses implementiert. Dies ermöglicht Vorhersagen von lokalen Spannungsspitzen während der Belastung und Verformung des Stents. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen dabei in die abschließende Entwicklung und Optimierung des Stentdesians ein.

Kooperationspartner: -
Fördersumme: 414.840,00 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ulf Noster
Projektdauer: 01.11.2019 – 31.10.2022

Öle sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Industrieanlagen, Arbeitsmaschinen und Konsumgütern. Sie werden dort zum Schmieren, zur Energieübertragung und zum Kühlen genutzt. Das Verwenden von ungeeigneten Ölen oder von zu stark gealterten Ölen führt zu erhöhten Energieverbräuchen, verstärkter Anlagenalterung, verringerter Leistungsfähigkeit und Funktionsausfällen. Deutlich wird dies am Beispiel von Windkraftanlagen, deren Getriebe ebenfalls mit Ölen geschmiert werden. Dabei sind sowohl die Öle als auch die Getriebekomponenten bei den Großanlagen extremen Belastungen ausgesetzt. Durch die hohen Belastungen altern die Öle und ihre Eigenschaften verändern sich. Unter anderem sinkt die Schmierfähigkeit, was wiederrum zu einem erhöhten Verschleiß bei den Getriebekomponenten führt. Dies wirkt sich stark auf die Wirtschaftlichkeit aus, denn die Wartungen bei Windkraftanlagen sind sehr aufwendig und kostenintensiv, besonders bei Offshore-Anlagen.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Sensoren zur Überwachung von technischen Flüssigkeiten einzusetzen und auf diese Weise die Energieeffizienz zu erhöhen. Dazu wird eine hochintegrierte MOEMS-Sensorplattform entwickelt, welche mittels des Prinzips des Oberflächenplasmonenresonanz Imaging (SPR-i) in der Lage ist, Änderungen der chemischen Zusammensetzung verschiedener Flüssigkeiten sowohl in Echtzeit als auch in-line zu verfolgen. Bislang wird die SPR-Technologie, aufgrund ihrer Vorzüge der zerstörungs- und markierungsfreien Messung sowie der extremen Sensitivität, sehr erfolgreich im Labormaßstab eingesetzt, vornehmlich in der Bioanalytik und dem Wirkstoffscreening. Mit diesem Vorhaben sollen nun diese Vorteile auf MOEMS-Sensoren übertragen werden. 

Am Projekt wird im Sensorik Applikationszentrum geforscht. Das SappZ ist ein Labor der OTH Regensburg und verfügt über hochspezialisiertes Wissen in der Sensorentwicklung und Miniaturisierung, das bereits in zahlreichen anderen Forschungsprojekten Anwendung findet.

Kooperationspartner: Universität Regensburg, Technische Hochschule Deggendorf (THD), GEFASOFT, OELCHECK GmbH, Solnovis GmbH, Starkstrom-Gerätebau GmbH, TOPTICA Photonics AG; aussoziierte Partner ohne Förderung: Fuchs Schmierstoffe GmbH, Messko GmbH

Fördersumme: 1.073.000 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektleitung: Prof., Dr. rer. nat., Dipl.-Phys. Rudolf Bierl
Projektdauer: 01.10.2019 – 30.09.2022

Ziel des Forschungsvorhabens „Living Laboratory – Demonstration eines komplett reinen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systems“ (LivingH2) ist die Demonstration einer regenerativen Wasserstoffkomplettlösung zur Bereitstellung von Wärme und Strom in einer lebenden Laborumgebung. Zur Realisierung dieses Vorhabens wird die Installation und der sichere Betrieb einer leitungsbasierten Wasserstoffversorgung in einer typischen Hausumgebung beschrieben. Hierfür gilt es das Wasserstoffsystem in einem sogenannten „Living Lab“ zu implementieren. Ausgegangen wird dabei von einer erneuerbaren „grünen“ H2-Produktion unter Verwendung von Photovoltaik, Elektrolyseur, Speicher und Odorierungseinheit. Kernkomponente der Komplettlösung zur häuslichen Wärme- und Stromversorgung ist ein Brennstoffzellen-Kraft-Wärme-Kopplungssystem welches mit Wasserstoff aus erneuerbarem Strom gespeist wird.

An dem Projekt sind deutsche und französische Partner beteiligt, darunter Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Energiekonzerne und mittelständische Unternehmen. In dem Projekt erfolgt ein intensiver Austausch zwischen deutschen und französischen Projektbeteiligten. Die deutschen Projektbeteiligten bringen sowohl ihre Expertise für die Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen als auch soziale Bewertungen durch das Institut für Sozialforschung und Technikabschätzung (IST) ein. Die französischen Partner beteiligen sich mit ihrer Expertise in der Entwicklung neuer PEM-Brennstoffzellen-MEA (Membran-Elektroden-Anordnungen) und Energielösungen mit Wasserstoff.

Die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) befasst sich in dem Vorhaben mit der techno-ökonomischen und ökologischen Evaluation des Verfahrenskonzeptes sowie dessen vergleichende Einordnung zu konventionellen Alternativen. Weiterhin werden mit dem nationalen Optimierungsmodell der Forschungsstelle makroökonomische Einflüsse sowie mögliche klimaschutzrelevante Effekte des Konzeptes auf Deutschland und Frankreich analysiert und bewertet.

Kooperationspartner: inhouse engineering GmbH, DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, ENGIE Lab CRIGEN, CEA-Liten
Fördersumme: 234.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner
Projektdauer: 01.09.2019 – 31.08.2022

Im Kopernikus-Projekt „P2X“ werden im Verbund Technologien erforscht, die zur effizienten Speicherung und Verteilung von regenerativ erzeugter elektrischer Energie dienen können. Der Fokus liegt dabei auf der elektrochemischen Umwandlung des Stroms in stoffliche Energieträger und chemischen Rohstoffe mithilfe von Power-to-X-Prozessen. Die Kopernikus-Projekte bilden eine der größten deutschen Forschungsinitiativen zum Thema Energiewende. Ihr Ziel ist es, eine klimaneutrale Bundesrepublik im Jahr 2050 zu ermöglichen.

Die Forschungsstelle FENES (Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher) der OTH Regensburg entwickelt in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) ein Energiesystemmodell, das die Untersuchung der vom P2X-Konsortium ausgewählten Power-to-X-Technologiepfaden (PtX) hinsichtlich Auswirkungen auf die Volkswirtschaft, das Energiesystem und den Klimaschutz ermöglicht. Ergänzend dazu werden im Modell PtX-Technologien abgebildet, die bisher nicht in P2X abgedeckt sind. Dies sind beispielsweise Power-to-Heat oder Pfade zur Kopplung der Sektoren Strom und nicht-energetischer Verbrauch.

Im bestehenden Energiemodell, dass im Rahmen von SPIKE (Systemanalyse und -integration Power-to-X im Kontext von erneuerbarer Elektrizität als Primärenergie) entwickelt wurde, wird das Energiesystem bisher ohne eine Ortsauflösung, Energienetze und den Austausch mit den europäischen Nachbarländern abgebildet. Auch werden Flexibilitätsoptionen und Energiespeicher nur vereinfacht modelliert. Aus diesem Grund wird das Energiemodell für das Verbundvorhaben „P2X-2“ entsprechend angepasst. Die Ortsauflösung erfolgt dabei anhand einer Aufteilung der Landkarte Deutschlands in definierte Raster. In diesen Rastern finden die Modellierung der fluktuierenden erneuerbaren Erzeugung und der Lastprofile in den Verbrauchssektoren statt. Als Flexibilitätsoptionen werden sowohl zeitliche und örtliche Anpassungen von PtX-Technologien als auch Prozesse der energieintensiven Industrie betrachtet. Als Energiespeicher werden gängige Kurz- und Langzeitspeicher integriert. Darüber hinaus werden Schnittstellen im Modell geschaffen, die es ermöglichen mit einem Netzmodell und einem Modell für den europäischen Stromaustausch der TUM zu interagieren.

Auf Basis der Modellierungsergebnisse können die jeweiligen Power-to-X-Verfahren hinsichtlich ihres Nutzens für den Klimaschutz und die Energiewende untersucht und die vielversprechendsten Pfade identifiziert werden. Zudem können die Auswirkungen des Einsatzes der Power-to-X-Technologien im Energiesystem untersucht werden.

Kooperationspartner: Technische Universität München (TUM) und viele weitere Verbundpartner
Fördersumme: 309.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner
Projektdauer: 01.08.2019 – 31.07.2022

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation einer Tablet-gestützten Maßnahme zur Biographiearbeit in Pflege- und Senioreneinrichtungen zur Steigerung der Lebensqualität und Teilhabe älterer Menschen. Unter Einbindung ehrenamtlich engagierter älterer Menschen werden selbstständig durch Tablet stimulierte lebensgeschichtlich orientierte Gespräche im Gruppen- wie im Einzelsetting mit Bewohner/-innen geführt. Dabei werden kognitive und sensomotorische Beeinträchtigungen berücksichtigt.
So wird erstmalig die Wirksamkeit technikgestützter Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen untersucht. Ferner soll das Wissen über die Nutzung und Möglichkeiten der Digitalisierung erweitert werden, um die
Teilhabe älterer Menschen zu fördern, und Faktoren zum gelingenden Umgang zu erfassen. Die Maßnahme verspricht ein hohes Transferpotential. Sie kann nach erfolgreicher Durchführung zur weiteren Nutzung und Verbreitung an Pflegekräfte, Logopäden/-innen oder Ergotherapeuten/-innen vermittelt werden.

Kooperationspartner: Katholische Hochschule Mainz
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. rer. medic. Norina Lauer

Projektdauer: 01.07.2019 – 31.12.2021

Ziel des Projektvorhabens zum Thema der Transferindikatorik ist die Erarbeitung von Indikatoren zur Verknüpfung von Forschungsleistung, forschungsbasierten Transferaktivitäten und tatsächlicher Umsetzung forschungsbasierter Innovationen am Markt. Durch Orientierung am Innovationsprozess und die Beschreibung einander bedingender Wirkgrößen kann das Innovationssystem als Ganzes indikatorisch abgebildet und die Wirkung von Innovationsimpulsen; also Bedarfsmeldungen, Ideen, Anregungen und Rahmenbedingungen, die Innovationen anregen sollen; realitätsnah nachvollzogen werden. Basis für empirische Untersuchungen werden die Modellregionen Sachsen und Ostbayern sein. Gegenstand der Arbeiten ist nicht nur die Entwicklung neuer Transferindikatoren und der zugehörigen Erhebungsmethodik, sondern auch eine Abschätzung des Erhebungsaufwandes in Relation zur Aussagekraft der Einzelindikatoren in einem Gesamtmodell aller zu betrachtenden Dimensionen Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung und Bildung.

Ein wesentliches Merkmal des methodischen Ansatzes ist die prozessbasierte Betrachtung der forschungsbasierten Innovation. Es wird hierbei von einem rekursiven Prozess ausgegangen, bei dem der Bedarf für Forschung und Transfer kontinuierlich identifiziert werden soll. Für die Erarbeitung von Indikatoren, die den Transfer als Einflussgröße für die Innovationsfähigkeit qualitativ und quantitativ beschreibbar machen, wird der Transferprozess gesondert betrachtet. Basierend auf diesem Prozessverständnis werden Indikatoren definiert, aus denen ein mehrstufiges Indikatorenmodell zum Einfluss des Transfers auf die Innovationsfähigkeit gebildet werden kann. Zur Ableitung der Indikatoren sind geeignete Messgrößen zur Prozessbeschreibung zu finden.

Ergebnis des Projektes wird ein für volks- und betriebswirtschaftliche Analysen und Prognosen nutzbares Modell sein. Das Projekt zur Transferindikatorik stellt eine wissenschaftlich fundierte Basis für die Bewertung der eigenen Transferarbeit im Kontext des Gesamtsystems dar, deckt Schwächen und Stärken des Transfersystems auf und quantifiziert sowohl die Wirkung von Innovationsimpulsen als auch die Wirkung von Änderungen in der Transfermethodik. Das zu erarbeitende Modell macht im Fall der erfolgreichen Ausformulierung und Implementierung die Wirkung von Innovationsimpulsen in allen Subsystemen prognostizierbar und ist ein Instrument, um gezielt Impulse zu setzen und die Innovationswirkung zu maximieren.

Präsentation des Projekts als Video

Kooperationspartner:

Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig

Fördersumme: 900.000 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Dr Thomas Falter

Projektdauer: 01.05.2019 – 30.04.2022

Im Rahmen des Verbundvorhabens der OTH Regensburg, wird ein photoakustischer (PA) Sensor erforscht und realisiert, der die online Messung von Aceton im menschlichen Ausatemgas ermöglicht. Durch die Aceton-Atemgasmessung sollen u.a. die Detektion von Stoffwechselanomalien und das Monitoring ketogener Diäten bei Kindern mit Epilepsie ermöglicht werden. Zu Beginn werden die Spezifikationen von Laser, Sensor und Demonstrator definiert, die für eine Erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens nötig sind.

Die für die selektive und sensitive photoakustische Acetondetektion relevante Laserwellenlänge wird in einer detaillierten Interferenzanalyse mittel Simulationssoftware, Datenbanken und experimentellen Überprüfungen ermittelt. In der Folge werden verschiedene Lichtquellen vom Markt und Projektpartner mittels vorhandenem PA-Equipment am bestehenden Messplatz verglichen. Parallel dazu werden Forschungsarbeiten hinsichtlich der neuer PA-Messtechniken durchgeführt.

Diese Arbeiten Münden in der Charakterisierung und dem Vergleich der neuen Ansätze untereinander sowie mit den definierten Spezifikationen. Der Sensor wird danach in den Demonstrator integriert und mit den nötigen, zuvor erarbeiteten Peripheriekomponenten der OTH, im Demonstrator zusammengeführt.

Die Evaluation des Demonstrators mit parallelen, iterativen Verbesserungsprozessen findet am Messplatz der OTH Regensburg statt. Anschließend wird der Demonstrator der Universitätsmedizin Rostock (UMR) übergeben, die eine Validierung des Systems im klinischen Umfeld erprobt. Bei diesem Schritt wirkt die OTH ebenfalls unterstützend und wird abermals in einem iterativen Prozess das Feedback der UMR aufnehmen um noch während der Validierung Anpassungen und Optimierungen vorzunehmen. Die Hauptthemen der Arbeitspakete sind:

• Definition der Spezifikationen für Laser, Sensor und Demonstrator

• Vergleichsmessungen verschiedenen Lichtquellen

• Erforschung verschiedenen photoakustischer Sensortypen

• Integration von Sensor und zugehöriger Peripherie in Demonstrator

• Charakterisierung von Sensor und Demonstrator

• Iterative Verbesserungen basierend auf Feedback bei der Charakterisierung und Validierung

Kooperationspartner: nanoplus Nanosystems and technologies GmbH, Ganshorn Medizin Electronic GmbH

Fördersumme: 550.080 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Rudolf Bierl

Projektdauer: 01.04.2019 – 31.03.2022
Mit steigender Anzahl an dezentralen Erzeugungsanlagen im Verteilungsnetz nimmt dort das Potenzial zur Blindleistungs(Q)-Bereitstellung zu. Dieses dient überwiegend zur lokalen Spannungshaltung. Unterdessen reduziert sich auf der HöS-Ebene durch den Wegfall der Großkraftwerke das dort vorhandene Q-Potenzial. Um langfristig eine volkswirtschaftlich günstige Blindleistungsbeschaffung zu erreichen, ist eine vertikal übergreifende (Netzebenen) und horizontale Betrachtung (benachbarte Netzbetreiber) der Q-Flüsse notwendig. Hierfür wird im Projekt Q-Integral ein Verfahren für eine sinnvolle Aufteilung der Q-Flüsse in der Netzplanung entwickelt. Dazu werden die Q-Quellen und der Bedarf berücksichtigt. Um innerhalb einer Netzregion die bestimmte Q-Anforderung optimal umzusetzen, werden die vorhandenen Q-Quellen zur Anbindung an das aktive Q-Management (elenia) ausgewählt. Dadurch sollen langfristig Assets im Netz eingespart werden.

Kooperationspartner: Technische Univeristät Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Frauenhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., KBR Kompensationsanlagenbau GmbH

Fördersumme: 369.151,00 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung: Prof. Oliver Brueckl

Projektdauer: 01.04.2019 – 31.03.2022

PANORAMA entwickelt und stellt Methodik und Lösungen bereit, um die Entwicklung in verschiedenen Funktionsdomänen, basierend auf heterogener HW und zwischen Partnern effizienter zu gestalten. Aufbauend auf vorliegenden Ansätzen und unter Berücksichtigung bestehender Ökosysteme der industriellen Praxis werden neue und verbesserte Ansätze und Werkzeuge zur Steigerung der Entwicklungseffizienz heterogener Systeme erstellt. Die Methoden, Werkzeuge und Ansätze unterstützen den Austausch zwischen unterschiedlichen Entwicklungspartnern. Durch ein klar definiertes Format sind gemeinsame, verfeinerte Modelle möglich, die System-Performanz und -Verhalten beschreiben. Diese Modelle sind die Basis für Analysen, erlauben aber auch Diskussion und Bewertung von Entwurfsentscheidungen. PANORAMA erforscht und erarbeitet Lösungen, die Partnern die effiziente Entwicklung heterogener Systeme erleichtert. Ziel ist ein offenes Austauschformat, das flexibel und für viele Aufgaben über den Entwicklungszeitraum hinweg nutzbar ist. Kopplungen mit etablierten Modellen und Werkzeugen sind geplant um Akzeptanz und Wirkung in der Industrie zu erreichen. Damit Nutzung und Semantik von Modellen formal eindeutig ist, werden Werkzeuge für statische und dynamische Analyse von Modellen entwickelt bzw. gekoppelt. Neben dem Datenformat werden auch die Plattform, die Kopplung von etablierten Modellen und Werkzeugen, und neu entwickelte Werkzeuge offen zur Verfügung gestellt.

Kooperationspartner:

Robert Bosch GmbH

Siemens AG

Eclipse Foundation Europe GmbH

Fördersumme: 205.146 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung:Prof. Jürgen Mottok

Projektdauer: 01.04.2019 – 31.03.2022

NAMOSYN hat zum Ziel, branchenübergreifend rasch die Grundlagen für die Einführung synthetischer Kraftstoffe zu schaffen, die sich unter ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Kriterien nachhaltig produzieren lassen. Hierzu werden für verschiedene Kraftstoffalternativen für unterschiedliche Einsatzgebiete – mit dem Fokus auf Straßenfahrzeugen, Offroadfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen - umfassende FuE-Arbeiten durchgeführt.

Diese reichen von der motorischen Austestung anhand kommerziell verfügbarer Verbindungen und deren Mischungen sowie Mischungen mit heutigen Norm- Kraftstoffen, über die Entwicklung mittel- und langfristig für eine kommerzielle Herstellung geeigneter Prozessrouten bis zur Erprobung, sowohl in Prüfstands- als auch in realen Praxistests. Des Weiteren werden die Emissionsreduktionen, die Kraftstoffkonformität, sowie die reibungslose Implementierbarkeit der Kraftstoffe in bestehende Fahrzeuge und Infrastrukturen untersucht und bewertet.

Kooperationspartner:

DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Audi AG

Fördersumme: 682.004,83 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Hans-Peter Rabl

Projektdauer: 01.11.2020 – 31.10.2023

Projektbeschreibung folgt.

Kooperationspartner: FIT Production GmbH, Universitätsklinikum Regensburg

Fördersumme: 1.475.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Förderinitiative KMU-innovativ
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ulf Noster
Beteiligte Professorinnen und Professoren: Prof. Dr.-Ing. Aida Nonn, Prof. Dr.-Ing. Thomas Schratzenstaller
Projektdauer: 01.04.2019 – 31.03.2022
Ziel des durch ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) geförderten Projekts IQLEIz in Kooperation mit der Firma iNDTact aus Würzburg ist die Entwicklung einer neuartigen, zerstörungsfreien Prüfmethode für die Qualitätsbewertung von Bauteilen aus faserverstärktem Kunststoff auf Basis akustischer Emissionen. Dabei kann eine Bauteilprüfung sowohl durch zu Hilfenahme von mit Sensorik bestückten Prüfmaschinen als auch durch eine Sensorintegration in das Bauteil mit externer Anregung erfolgen. Mittels einer Analyse der Zusammenhänge zwischen Bauteilzustand und der Emittierung akustischer Signale durch verschiedene physikalische Effekte erfolgt die Entwicklung weiterer notwendiger Software- und Hardwaremodule. Mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz zur Datenauswertung soll als Projektziel final ein innovatives Tool zur Bauteilprüfung entstehen.

Kooperationspartner: iNDTact GmbH

Fördersumme: 190.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich

Projektdauer: 01.01.2019 – 31.12.2021

 Das Forschungsprojekt analysiert die Anwendbarkeit des Psychological Skills Trainings im Sport (PST) beim Personenkreis der hörbeeinträchtigten bzw. deaflympischen Athlet*innen. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich das PST auch im sog. Gehörlosensport effektiv zur Leistungsoptimierung umsetzen lässt. Hierzu werden drei Studien geplant:

(1) Mittels TOPS-D1-Fragebogen (Schmid et al., 2010) wird die Häufigkeit des Einsatzes zentraler leistungsrelevanter psychologischer Techniken bzw. Fertigkeiten im Training und Wettkampf bei Kaderathlet*innen des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGS) erfasst.

(2) Parallel werden die im Spitzensport praktisch-psychologisch arbeitenden Sportpsycholog*innen mittels eines zu entwickelnden Online-Fragebogens nach den bisherigen Erfahrungen in der Betreuung deaflympischer Athlet*innen und etwaigen Problemen oder Besonderheiten befragt.

(3) Das Herzstück des Projektes wird die qualitative Interviewstudie (Leitfaden-Interviews) von N=28 Athlet*innen und Trainer*innen des deutschen Gehörlosen-Spitzensports sein. Hier sollen im Wesentlichen die bekannten psychologischen Techniken (v.a. Aktivierung/Entspannung; Aufmerksamkeit bzw. Konzentration; Visualisierung bzw. Mentales Training im engeren Sinn; Selbstgespräch; Zielsetzung) aus der subjektiven Perspektive der Akteure des deaflympischen Sports analysiert werden. Insbesondere ist von Interesse, inwiefern die Techniken auch von hörgeschädigten Sportler*innen effektiv genutzt werden (können) bzw. welche Modifikationen als relevant erscheinen. Auch interessiert, ob die Techniken ggf. andere als die erwarteten Effekte hervorrufen bzw. ob es besondere Techniken für deaflympische Athlet*innen gibt.

Fördersumme: 76.919,62 Euro

Fördermittelgeber: Bundesministerium des Innern

Projektleitung: Prof. Rainer Schliermann

Projektdauer: 01.10.2018 – 30.09.2021 

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines „Energie Safey and Secure Modul“ (ES³M) als Lösungselement in Form eines Prototyps, welcher den Einsatz von modernster Kryptographie sowohl garantierte als auch geringe Latenzzeiten in Einklang bringt.

Hierdurch soll die Etablierung einer sicheren und abgesicherten Kommunikationslandschaft im Bereich der Energieerzeugung und –übertragung ermöglicht werden. Als Teil der kritischen Infrastruktur spielt die Versorgung mit elektrischer Energie eine Schüsselkomponente in einer modernen Gesellschaft.

Durch die zunehmende Volatilität von Einspeiser und Verbraucher in das Energienetz steigt der Bedarf an vernetzten Kommunikations- und Betriebsmittel überproportional. Daraus wiederum resultieren eine erhöhte Systemkomplexität und damit verbundene mögliche Angriffspunkte für eine gezielte Störung von außen.

Das Gerät soll daher die Grundlage einer homogenen kryptographischen Lösung auf allen Ebenen der Leittechnik realisieren.

Kooperationspartner: Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Dr. Joachim Jost DV-Systemberatung und Entwicklung, GAI NetConsult GmbH, Amprion GmbH

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Fördersumme: 918.578,00€
Projektleitung:  Prof. Dr. Jürgen Mottok und Prof. Dr. Rudi Hackenberg
Projektdauer: 01.08.2018 – 31.07.2021
Ionenmobilitätsspektrometer (IMS) werden aufgrund der hohen Empfindlichkeit, kurzen Messzeit und guten Trennleistung in vielen sicherheitstechnischen Anwendungen eingesetzt. Allerdings lassen sich durch chemische Querempfindlichkeiten nicht alle Substanzen sicher detektieren (falsch negativ). Ein prominentes Beispiel ist der Nachweis von Benzol bei Anwesenheit von Toluol. Zudem ist eine Substanzidentifikation nicht immer möglich (falsch positiv). Mit dem hier vorgeschlagenen Verfahren einer gepulsten Ionisation sollen beide Probleme behoben werden. Grundlage ist die Entwicklung eines baukleinen IMS mit einer miniaturisierten, schnell pulsbaren, nicht-radioaktiven Elektronenquelle auf Basis von Feldemissionskathoden, die sich durch einen geringen Energiebedarf auszeichnen, wie für den tragbaren Einsatz erforderlich. Substanzen wie Benzol können so trotz Anwesenheit von Toluol ohne zeitliche Vortrennung direkt detektiert werden. Durch eine variable Verzögerungszeit zwischen Ionisation und Aufnahme des Spektrums lässt sich zudem die ionenspezifische Lebensdauer als orthogonaler Analyseparameter einführen. Damit kann die Sicherheit bei der Substanzidentifikation weiter erhöht werden.
Kooperationspartner: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, KETEK GmbH (München)
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Fördersumme: 144.200 Euro
Projektleitung:Prof. Dr. Rupert Schreiner
Projektdauer: 01.01.2018 - 31.12.2022

Der Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern zielt darauf ab, durch gemeinsame Transferstrukturen und -methoden die Professionalisierung des Wissens- und Technologietransfers zwischen den Hochschulen und ihren Partnern in der Region voranzutreiben und damit Innovationsimpulse zu set­zen.

Grundlage der Zusammenarbeit im Verbund TRIO ist eine gemeinsam ent­wickel­te Transferstrategie der Verbundhochschulen. Auf dieser Basis wird der Ver­bund eine Reihe von aufeinander abgestimmten Vorhaben umsetzen, die allesamt darauf zielen, forschungsbasierten Wissens- und Technologietrans­fer in der Region Ostbayern zu ermöglichen, aufzubauen und zu erweitern. Da­durch sollen eine weitere Professionalisierung bereits bestehender Koopera­tio­nen mit den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in der Region erreicht und die Hochschulen in der Region sichtbarer werden. Ziel ist ein Austausch, der in beide Richtungen lebendig verläuft: Aus der Wissenschaft in die Ge­sell­schaft und Wirtschaft hinein und umgekehrt. Die OTH Regensburg über­nimmt die Koordination im Verbund, übt die Federführung in zwei Teil­vor­ha­ben aus und beteiligt sich an allen weiteren Teilvorhaben des Gesamtvor­ha­bens.

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, TH Landshut, Universität Passau, Universität Regensburg
Fördersumme: 4.034.692 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung:  Boris Goldberg

Projektdauer: 01.07.2017 - 31.12.2021

Der durch die Digitalisierung ausgelöste branchenbezogene und betriebliche Strukturwandel stellt auch die Region Ostbayern vor neue Aufgaben in den Bemühungen, die Rahmenbedingungen für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft optimal zu gestalten, die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen und dabei durch technologieorientierte Neugründungen Wertschöpfungsketten, Zuliefererstrukturen und Endprodukte zu ergänzen oder umzugestalten.

Dabei geht es um nichts weniger als zu verhindern, dass eine Region und ihre größtenteils mittelständisch geprägte Industrie den technologischen Anschluss ans Zeitalter der Digitalisierung verlieren. Dies betrifft nicht nur digitale Geschäftsprozesse, E-Commerce und digitale Dienstleistungen bzw. Dienstleistungserstellung, sondern regional vor allem auch das produzierende Gewerbe, die Industrie-Logistik und den Maschinen- und Anlagenbau mit Herausforderungen wie digitale Auto-matisierung, sensorgesteuerte Produktion, Logistiksteuerung, Internet of Things und digitalhybride Produkte und Anlagen sowie die jeweils zugehörigen Prozesse des Soft- und Hardware-Engineerings. 

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, für digitalfokussierte Unterneh-mensgründungen die erforderlichen Ausgangsbedingungen an den Hochschulen zu schaffen. Hierbei sind die Sensibilisierung und der Einbezug potenziell Gründungsinteressierter, die Vermittlung und das Zusammenführen von Gründungs- und Digitalisierungswissen sowie ein effizientes Unterstützungsangebot für ein funktionierendes Gründungsökosystem von zentraler Bedeutung.

Weitere Informationen zum Projekt: www.grow4digital.de

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, Universität Regensburg

Fördersumme: ca. 538.000 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Projektleitung: Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen