Frauen in der Wissenschaft

Frauen sind in der Wissenschaft noch deutlich unterrepräsentiert. Im Studium stellen sie noch etwa die Hälfte der Studierenden. Laut GWK lag der Frauenanteil bei den Promotionen 2016 zwar schon bei 45%, der bei Professuren dann aber nur noch bei 23%. Mehr Frauen für eine wissenschaftliche Laufbahn zu gewinnen ist deshalb ein wichtiges Ziel.

Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der bayerischen Hochschulen

Die Frauen- und die Gleichstellungsbeauftragten der bayerischen Hochschulen haben sich zur LaKoF Bayern (Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der bayerischen Hochschulen) zusammengeschlossen. Ziel der LaKoF Bayern ist es, die Chancengleichheit von Frauen im Wissenschaftssystem zu fördern. Die LaKoF Bayern/HAW (also die Gruppe der Frauenbeauftragten an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften) hat mit den Programmen BayernMentoring – Promotionsstipendien – Qualifizierungsprogramm „rein-in-die-hörsäle“ drei Säulen zur Karriereförderung für Frauen etabliert, um Frauen effektiv und nachhaltig auf ihrem Weg in eine akademische Laufbahn zu unterstützen.

Übersicht über LaKoF Programme, die im Folgenden genauer beschrieben werden (öffnet neue Datei)

Die Förderprogramme

Unterstützungsmöglichkeiten im Qualifizierungsprogramm:

  • Lehrauftragsprogramm (LAP)
  • Seminar: „Berufsziel - Professorin an einer HAW“
  • Informationsveranstaltung: „Berufsziel - Professorin an einer HAW“

Das (LAP) richtet sich an Frauen, die schon die für eine Berufung notwendigen Qualifikationen aufweisen oder in absehbarer Zeit erwerben werden. Das LAP verhilft zum Nachweis für die geforderte Lehreignung. Das Seminar „Berufsziel - Professorin an einer HAW“ bereitet die Teilnehmerinnen in intensiven (Einzel-)Coachings auf Berufungsverfahren vor. Die Infomartionsveranstaltung „Berufsziel - Professorin an einer HAW“ bietet Gelegenheit, einen Einblick in das Berufsbild zu bekommen sowie individuelle Fragen rund um eine Professur mit erfahrenen Professorinnen zu besprechen.

Mit Promotionsstipendien werden besonders befähigte Frauen bei dem Erwerb der wissenschaftlichen Qualifikation in Form einer Promotion unterstützt. Es gibt drei unterschiedliche Stipendien:

  • Promotionsstipendium für Frauen mit Berufspraxis: Die Bewerberinnen haben bereits die für eine Berufung erforderliche Berufspraxis.
  • Promotionsstipendium für HAW-Absolventinnen: Die Bewerberinnen haben ihr Studium an einer HAW absolviert und promovieren zeitnah nach ihrem Abschluss.
  • Qualifizierungsstipendium für FH/ HAW –Absolventinnen: Die Bewerberinnen haben einen Diplom-Abschluss an einer FH/HAW erworben und müssen sich vor Aufnahme einer Promotion noch weiterqualifizieren.

 

Das BayernMentoring ist ein Karriereförderprogramm speziell für Mädchen und junge Frauen vorrangig in MINT-Studien- und Berufsfeldern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).
Ziel ist es junge Frauen in technisch-ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Studiengängen berufsorientierend zu begleiten, gezielt zu fördern und einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen. Die persönliche Karriereplanung und die individuelle Persönlichkeitsentwicklung sind zentrale Anliegen des BayernMentoring. Anders als die Stipendien und „rein-in-die-höräle“ wird das BayernMentoring dezentral an den jeweiligen Hochschulen umgesetzt. An der OTH Regensburg geschieht dies in Form der Programme "first steps" und "professional steps".

Weiterführende Informationen zu den jeweiligen Programmen und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Homepage der LaKoF:

Nähere Informationen zur LaKoF Bayern

Nähere Informationen zum Qualifizierungsprogramm

Nähere Informationen zu den Promotionsstipendien

Nähere Informationen zum BayernMentoring

Weitere Informationen zur Promotion und zum Berufsbild "Professorin"

Promotionsmöglichkeiten

Besonders gut qualifizierte Diplomfachhochschul-Absolventinnen und –Absolventen können zur Promotion an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule zugelassen werden. Entsprechend dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) "Zugang zur Promotion für Master-/Magister- und Bachelor-/Bakkalaureusabsolventen" vom 14.04.2000 berechtigen Masterabschlüsse an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften grundsätzlich zur Promotion.

Die Zulassung ist in beiden Fällen aber häufig an bestimmte Voraussetzungen bzw. an die Erfüllung bestimmter Auflagen gekoppelt. Die genauen Bestimmungen werden in der jeweiligen Promotionsordnung festgelegt. Diese sind von Universität zu Universität und von Fakultät zu Fakultät sehr unterschiedlich.

Webportal zu Studien- und Promotionsmöglichkeiten in Deutschland: www.hochschulkompass.de

Fördermöglichkeiten

Zur Erhöhung des Frauenanteils in der Lehre an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften stellt der Freistaat den Frauenbeauftragten der bayerischen HAWs besondere Mittel zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Staatshaushalt bereit. Besonders befähigten Frauen mit Fachhochschulabschluss soll durch das hieraus finanzierte Stipendium die Möglichkeit eröffnet werden, sich weiter zu qualifizieren, um dadurch berufungsfähig zu werden. Berufungsfähigkeit setzt i.d.R. die Promotion voraus. Förderungswürdige Qualifizierungsmaßnahmen sind daher solche, die zu einer Promotion fuhren.
http://www.lakof-bayern.de/foerderung/HAW/pst

Informationen zur Professur und zum Berufungsverfahren
Wenn Sie an einer Hochschulprofessur interessiert sind, können Sie sich auf der Homepage der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen HAWs informieren. Auch die Landeskonferenz Baden-Württemberg bietet Informationen zu diesem Beruf und den Weg dorthin.

 

Datenbanken
Zu finden ist hier auch eine Datenbank mit Frauen in der Wissenschaft. Wir möchten Sie dazu ermutigen, sich in diese Datenbank einzutragen. Hierdurch können Sie ausgeschriebene Stellenangebote einsehen. Außerdem können Hochschulen direkt in Kontakt mit Ihnen treten. Ein ähnliches Angebot bietet das CEWS.

 

Fördermöglichkeiten
Zur Erhöhung des Frauenanteils in der Lehre an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften stellt der Freistaat den Frauenbeauftragten besondere Mittel zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre im Staatshaushalt bereit. Finanziert werden daraus u.a. Stipendien und das Lehrauftragsprogramm Rein-in-die-Hörsäle.

Mit dem Promotionsstipendium wird das Promotionsvorhaben von Frauen gefördert, die bereits über die für eine Professur notwendigen 5 Jahre Berufserfahrung verfügen und zur Berufungsfähigkeit noch die Promotion benötigen.

Mit dem Lehrauftragsprogramm Rein-in-die-Hörsäle werden Lehraufträge von Frauen gefördert, um ihnen die Chance zu geben, Lehrerfahrung zu sammeln. Außerdem werden jedes Jahr im Herbst zwei Veranstaltungen angeboten: Eine Informationsveranstaltung zur Professur und ein Workshop zur Vorbereitung auf Berufungsverfahren.

Berufsbild einer Professorin

Warum Professorin an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften werden? Wie sehen Professorinnen ihre Arbeit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften? Was ist ihnen wichtig und warum haben sie diesen Beruf gewählt? Ein kurzer Film informiert Sie über die berufliche Perspektive „Professorin“.

Die Mittelbayerische Zeitung stellt in ihrer Serie "Frauen in der Wissenschaft"  Professorinnen aus der Region und deren Werdegang vor. Auch von Professorinnen der OTH Regensburg gibt es schon einige Berichte, wie der Weg zur Professur erfolgreich gelingen kann.