Immissionsschutzbeauftragter

Informationen zu angebotenen Kursen

Im folgenden sind das Modulhandbuch sowie erläuternde Beschreibungen der jeweiligen Kurse zu finden.


Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e

  • Skript
  • Internetseiten
  • Gesetzestexte und LAGA-Publikationen
  • Moodle

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Abfall


Inhalte:

  • Grundlegende Kenntnisse im Abfallrecht: Kreislaufwirtschaftsgesetze, Vorschriften zur Überwachung der Abfallentsorgung (Abfallverzeichnisverordnung, Nachweisverordnung, etc.), Stoffbezogenes Abfallrecht, Produktverantwortung
  • Kennenlernen der Struktur der Abfallwirtschaft: Beseitigung (Deponie), thermische Behandlung (Müllverbrennung), Recycling, sonst. Verwertung
  • Abfallgeschichte: Abfallwirtschaft begreifen im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Verhältnisse (von der Müllkippe zur Ressourcenschonung)
  • Logistik: Erfassung, Sammlung und Transport von Abfällen
  • Sonderabfälle: Gefährdungspotential, Umgang/Handhabung, Entsorgung
  • Kreislaufwirtschaft: Entsorgung/Verwertung der wichtigsten Abfallarten
  • Produktverantwortung: gesetzliche Regelungen zu speziellen Abfällen und daraus resultierende Pflichten für Hersteller und Vertreiber der Produkte, Abfall als Rohstoff und Kostenfaktor
  • Abfallwirtschaftskonzepte: Erfassung und Entsorgung kommunaler und betrieblicher Abfälle unter rechtlichen, wirtschaftlichen und Umweltschutz- Gesichtspunkten

Kenntnisse:

Die wichtigsten Rechtsvorschriften, Arten von Abfällen, Stoffkenntnis, Entsorgungswege, Recyclingmöglichkeiten, und Beseitigungsverfahren, Einsatz recycelter Produkte, Möglichkeiten der Abfallvermeidungdie Positionen der abfallwirtschaftlichen Akteure (Abfallerzeuger, Besitzer, Entsorger, Aufsichtsbehörden) verstehen und erklären können

Fertigkeiten:

Beurteilung, welcher Entsorgungsweg für das jeweilige Material geeignet ist, Einstufung von Abfällen in gefährliche oder nicht gefährliche Abfälle, Wahl des Entsorgungswegs je nach Art des Abfalls und wirtschaftlicher Randbedingung

Kompetenzen:

Treffen fundierter Entscheidung über Entsorgungswege von Abfällen, Abwicklung organisatorische Maßnahmen bzw. Logistik, Durchführung der abfallrechtlichen Verfahren, Tätigkeit als Betriebsbeauftragter, Beschaffung aktueller Informationen zu Stoffen und Vorschriften

Kommentar

  • Exkursion /Betriebsbesichtigung 2 h
  • Empfohlene Vorkenntnisse: Naturwissenschaftliches Grundwissen (Gymnasium/FOS)
  • Die Zusatzausbildung "Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten", zu der dieses Fach gehört, ist offen nur für Studierende technischer Studiengänge 

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e

  • Georg Schwedt, Analytische Chemie: Grundlagen, Methoden und Praxis; Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 2 (23. Juli 2008)
  • Klaus Görner (Herausgeber), Gewässerschutz und Abwasserbehandlung (VDI-Buch); Springer Verlag 2002
  • Martina Graw, Ökologische Bewertung von Fließgewässern, Vereinigung Deutscher Gewässerschutz; Auflage: 2., Aufl. (27. Januar 2003
  • Walter Koelle, Wasseranalysen - richtig beurteilt: Grundlagen, Parameter, Wassertypen, Inhaltsstoffe; Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 4 (5. April 2017)

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Abwasser1


Inhalte:

1.Wasser - Grundlagen

  • Physikalische und chemische Eigenschaften
  • Hydrobiologische Charakterisierung

2.Wasserkreislauf, Wassermengen

3. Wasserbelastungen

  • Nährstoffe
  • Salze
  • Organika

4. Stoffkreisläufe in Meer, Flüssen und Seen

  • Verteilungsparameter
  • Stoffkreisläufe

5. Bewertung wassergefährdender Stoffe

  • Definition
  • Biotests
  • Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)
  • Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB5)
  • Einwohnergleichwerte (EGW)
  • Adsorbierbare, organisch gebundene Halogene (AOX)
  • Total Organic Carbon (TOC)
  • Gewässergüteklassen

6. Spezielle Wasserbelastungen und deren toxische Wirkungen

  • Wasch- und Reinigungsmittel
  • Chlororganika
  • Öl

7. Abwasserbehandlung

  • Kommunale Kläranlagen
  • Biologische Abwasserreinigung
  • Chemisch-physikalische Abwasserreinigung

8. Trinkwasser

  • Qualitätsanforderungen – Trinkwasserverordnung
  • Methoden der Trinkwasseraufbereitung
  • Nutzung und Einsparmöglichkeiten

Kenntnisse:

Studierende verfügen über aktuelles und fundiertes Wissen über Verunreinigungen in Gewässern, deren Wirkung und Nachweismethoden sowie über die Prinzipien der Abwasserbehandlung und Trinkwasserversorgung

Fertigkeiten:

  • Studierende können aus Analysedaten den limnologischen Zustand von Gewässern ermitteln
  • Studierende können wissenschaftliche Ressourcen und Techniken einsetzen, um ihren Studienerfolg zu unterstützen

Kompetenzen:

  • Beurteilung von ökologischen Wirkungsweisen und Gesundheitseinflüssen von Gewässerverunreinigungen
  • Kompetenz der qualitativen und quantitativen Beurteilung von Gewässergüte
  • Befähigung, Gewässerschutzmaßnahmen und Möglichkeiten der Wasseraufbereitung zu definieren

Kommentar

  • Empfohlene Vorkenntnisse: Grundlagen Allgemeine und Anorganische Chemie
  • Die Zusatzausbildung "Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten", zu der dieses Fach gehört, ist offen nur für Studierende technischer Studiengänge 

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e

eigenes Script

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Abwasser2


Inhalte:

  • Physikalische und chemische Grundlagen von Wasser/Abwasser, Abwasseranfall, Abwasserbelastungen (CSB, BSB5, Stickstoff und Phosphorverbindungen ...)
  • Technik der Abwasserreinigung, Biologie der Abwasserreinigung, Technik der Schlammbehandlung, Schlammverwertung und Schlammentsorgung.
  • Europäisches Wasserrecht, Bundesgesetze und Verordnungen, Landesgesetze, Kommunale Entwässerungssatzung.

Kenntnisse:

  • Studierende erkennen die Zusammenhänge bei der mechanisch-biologischen Abwasserreinigung
  • Studierende erhalten Kenntnisse über die Beschaffenheit von Klärschlämmen und deren Behandlungs- und Verwertungsmöglichkeiten

Fertigkeiten:

Studierende können mit einfachen Analysenmethoden (Betriebsmethoden) die Beschaffenheit von Abwasser bestimmen

Kompetenzen:

Studierende erkennen die Bedeutung der Abwasserreinigung in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Trinkwasserversorgung

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e: -

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Umwelt


Inhalte:

  • Gewässerschutz: Chemische und physikalische Grundlagen des Wassers,Toxikologische Bewertung von Schadstoffen, Wassergefährdungsklassen, Bestimmung von Gewässerbelastungen, Gewässergüteklassen, Grundlagen kommunaler Kläranlagen, Grundlagen industrieller Abwasserreinigungsanlagen
  • Globale Umweltveränderungen: Ozonloch, Klimawandel und Klima-Anpassung
  • Grundlagen von technischen Abluftreinigungsanlagen: Staubabscheidung in industriellen Anlagen und Kraftwerken, Reinigung von gasförmigen Emissionen, Müllverwertungsanlagen
  • Einführung in die Abfall- und Altlastenproblematik: Altlasten, Ermittlung und Behandlung, Aufbau von Deponien und Deponiesanierung
  • Brand- und Explosionsschutz: Baulicher Brandschutz, Sicherheitstechnische Kenndaten von brand- und explosionsgefährlichen Stoffen, Explosionsschutzmaßnahmen
  • Mobilfunk, Ökoaudit

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e

  • Bücher des Titels "Lärmschutzmessung"
  • Bücher des Titels "rechtliche Vorschriften im Lärmschutz
  • einschlägige DIN Normen

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Lärm
 


Inhalte:

  • Grundkenntnisse der Akustik
  • Kenntnisse der rechtlichen Vorschriften
  • Kenntnis der Schallpegelmessung
  • Fertigkeit in der Schallpegelmittelung nach TA-Lärm
  • Kenntnisse der Schwingungsmessung
  • Fertigkeiten in der Schallleistungsmessung
  • Kenntnisse über typische Frequenzspektren
  • Fertigkeiten bei der Auswertung einer Schallpegeldifferenzmessung
  • Fertigkeiten für Emmissionspegelberechnungen nach DIN EN 18005

Kenntnisse:

Studierenden werden Grundlagenkenntnisse in der Akustik, Schallpegelmessung, Schwingungsmessung und typischen Frequenzspektren vermittelt, die sie benennen, erkennen, auswerten und teilweise ermitteln können.

Fertigkeiten:

Studierende erhalten die Fähigkeit Schallpegel zu mitteln, Schallleistungen und Schallpegeldifferenzen zu messen.

Kompetenzen:

Des Weiteren können sie Emmissionspegel nach DIN EN 18005 berechnen.

Kommentar

  • Abitur
  • Grundkurs Physik im Ingenieursstudiengang sollte abgeschlossen sein
  • Die Zusatzausbildung "Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten", zu der dieses Fach gehört, ist offen nur für Studierende technischer Studiengänge 

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e: -

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Luft


Inhalte:

  • Wirkungen von Umweltschadstoffen (Menschen, Pflanzen, Materialien)
  • Hauptschadstoffe (Quellen, Wirkungen, Entwicklung)
  • Transmission - Sekundärschadstoffe - Selbstreinigung der Atmosphäre
  • Abluftreinigung (Stäube - gasförmige Schadstoffe - biologische Abluftreinigung)
  • Messung von Immissionen und Emissionen
  • Recht der Luftreinhaltung (Bundes-Immissionsschutzgesetz und -Verordnungen, TA Luft)

Kommentar:

  • Die Vorlesung wird mit Beamer vorgetragen
  • Die Zusatzausbildung "Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten", zu der dieses Fach gehört, ist offen nur für Studierende technischer Studiengänge 

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e

  • Martin Volkmer: Radioaktivität und Strahlenschutz, Dt. Atomforum
  • C. Grupen: Grundkurs Strahlenschutz, Springer Verlag

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Strahlen


Inhalte:

Hier lernen Sie, worin die Gefährdung durch ionisierende Strahlung besteht und wie man sich und andere dagegen schützen kann – nebenbei aber auch, auf welchen Gebieten solche Strahlung sinnvoll eingesetzt wird.

10 Doppelstunden seminaristischer Unterricht, Inhalt:

  • Historischer Überblick; vor welcher „Strahlung“ muss man sich schützen ?
  • Begriff der ionisierenden Strahlung; wo tritt sie auf ? Radioaktivität, Teilchenstrahlen, Bremsstrahlung, technisches Röntgen, Radon
  • Grundlagen der Kern- und Teilchenphysik, Zerfallsarten
  • Wechselwirkung von ionisierender Strahlung, Photonen und Neutronen mit Materie und ihre Wirkung auf den Menschen (physikalisch, chemisch, biologisch, medizinisch)
  • Dosisbegriff, Risikoabschätzung
  • Rechtliche Aspekte
  • Messtechnik
  • Umgang mit radioaktiven Stoffen und ihre Anwendung in Medizin und Technik
  • Praktischer Strahlenschutz, Berechnungen und Abschätzungen

4 Doppelstunden Praktikum, Inhalt:

einfache, „harmlose“ Versuche zur Funktionsweise und Verwendung von Detektoren, Aufspüren einer kleinen Kontamination (auf Flächen und in Lebensmitteln), Röntgenstrahlung, Abschirmungen, Abstandsgesetz, Halbwertszeit, Radon etc.; Vorführung von Geräten und Führung durch das Atomlabor der OTH Regensburg

Kenntnisse:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen um die Quellen und die verschiedenen Arten ionisierender Strahlung sowie die Grundzüge ihrer Wechselwirkung mit Mensch und Materie. Sie wissen um das biologische Gefährdungspotential ionisierender Strahlung und können den Begriff der effektiven Dosis begreifen und erklären. Sie haben Einblick in rechtliche Aspekte und wissen über mögliche Schutzmaßnahmen Bescheid.

Fertigkeiten:

Sie sind zu qualifizierten rechnerischen Abschätzungen - z.B. der effektiven Dosis, für Aktivitäten und die Wirksamkeit von Abschirmungen - fähig. Durch das Praktikum im „Atomlabor“ der OTH Regensburg besitzen sie einen Einblick in die zugehörige Messtechnik und erste persönliche Erfahrung im Umgang mit Strahlenquellen.

Kompetenzen:

Die Studierenden verstehen, welche der Grundlagen des Strahlenschutzes exakt sind und wo Unwägbarkeiten bestehen. Sie können Risiken realistisch einschätzen und ggf. vergleichen.

Kommentar:

  • Bestandteil der Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten, aber auch ein AW-Fach für alle.
  • Empfohlene Vorkenntnisse: Abiturkenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie 

Umfang: 2 SWS

Lehrwerk/e: -

WebUntis Bezeichnung: AW_IMMI_Verfahren


Inhalte:

  • Vorstellung verfahrenstechnischer Methoden in der Umwelttechnik.
  • Verfahrenstechnik beschreibt den Umgang mit Stoffen - in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand - und den entsprechenden Gemischen.
  • Die Umwelttechnik beschreibt in den meisten Fällen die Trennung von Stoffgemischen.
  • Beispiele: Entfernen von Verunreinigungen aus Abwässern, Rauchgasentschwefelung, Kläranlagen, Filtration.
  • Die Aspekte relevanter umwelttechnischer Methoden werden aufgezeigt und ihre (meist physikalischen) Grundlagen (i.d.R. qualitativ) erarbeitet und diskutiert.
  • Der Vorlesungsstoff wird durch mehrere Laborversuche ergänzt.

Kenntnisse:

Studierende verfügen über Informationen über Grundlagen der Verfahrenstechnik und ihrer Anwendung in der Umwelttechnik.

Fertigkeiten:

Studierende beherrschen Arbeitstechniken für Studium und Beruf und passen sie an ihren eigenen Arbeitsstil an. Studierende können wissenschaftliche Ressourcen und Techniken einsetzen, um ihren Studienerfolg zu unterstützen.

Kompetenzen:

Die erworbenen Informationen können auf umwelttechnische Probleme übertragen und angewandt werden.

Kommentar

Die Zusatzausbildung "Ausbildung zum Immissionsschutzbeauftragten", zu der dieses Fach gehört, ist offen nur für Studierende technischer Studiengänge