Das philosophische Café

Das philosophische Café ist eine regelmäßig in jedem Semester stattfindende, offene, interdisziplinäre philosophische Diskussionsreihe, die

  • von Studierenden über das AW-Programm als Lehrveranstaltung belegt werden kann,
  • von Studierenden auch komplett frei besucht werden kann,
  • offen ist für alle Lehrenden und Mitarbeiter*innen der OTH, die als Teilnehmende oder Referierende an den Sitzungen teilnehmen möchten,
  • und die generell offen ist für alle interessierte Bürger*innen von Regensburg.

Das philosophische Café soll einen möglichst breitgefächerten Dialog zu gesellschaftlich relevanten Themen ermöglichen, an dem sich alle Interessierten auch ohne Vorkenntnisse beteiligen können. In regelmäßigen zweiwöchentlichen Sitzungen wird über ein vorher von den Teilnehmenden festgelegtes, gesellschaftlich relevantes und im weitesten Sinne philosophisches Thema diskutiert. Die Sitzungen werden durch kurze Einführungen von Studierenden, Lehrenden, geladenen externen Gästen oder dem Leiter Prof. Dr. Thomas Kriza eingeleitet. Einige Sitzungen pro Semester zu besonders interessanten Themen finden vor größerem Publikum statt und werden mit längeren Vorträgen durch geladene Referent*innen eröffnet.

Die nächsten Sitzungen werden im Wintersemester ab Mitte Oktober stattfinden. Gerne können Sie sich für den Newsletter des philosophischen Cafés anmelden, um Benachrichtigungen zu den Sitzungen zu erhalten: Hier geht es zur Anmeldung.

Bei allen Sitzungen gelten die aktuellen Corona-Regeln der OTH Regensburg.

Vergangene Veranstaltungen

Vor dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 beklagte Putin, dass die Ukraine vom „Virus des Nationalismus“ infiziert sei und dass sie Gebiete besetze, die „historisch“ eigentlich Russland gehören würden. Hinter seiner vermeintlichen Verurteilung von Nationalismus und Expansionismus stehen tief im russischen Nationalismus eingebettete ideologische Vorstellungen. Putins Russland ist durch eine Verflechtung von imperialistischen Ansprüchen, autoritären Strukturen und historischem Revisionismus gekennzeichnet. Deren komplexe Zusammenhänge sowie die übergeordnete Frage nach der Rolle des Nationalismus in der heutigen Zeit wird das philosophische Café durch einen Vortrag von Dr. Elisa Kriza und eine anschließende Diskussion thematisieren.

Dr. Elisa Kriza ist Habilitandin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Ihre Texte über Nationalismus und transnationale kulturelle Beziehungen sind in renommierten internationalen Zeitschriften erschienen (Comparative Literature StudiesSlavic Review, German Life and Letters, Bulletin of Latin American Research, Nations and Nationalism, Jahrbuch für Antisemitismusforschung, …). Sie ist Autorin eines Buches über den Literaturnobelpreisträger und Putin-Freund Alexander Solschenizyn, das auch die westliche Rezeption seiner nationalistischen Werke analysiert.

Wann? 04. April 2022, 17:15 Uhr

Wo? OTH Regensburg, Hörsaal G001, Seybothstraße 2

Zusammen mit der Pianistin Barbara Zeller
Montag, 16. Mai um 17:15 Uhr im Degginger, Wahlenstraße 17, 93047 Regensburg
Eintritt frei

Künstliche Intelligenz ist die Bestrebung, menschliche Intelligenz durch Technik zu imitieren. In einzelnen Anwendungsfeldern wie etwa beim autonomen Fahren oder bei Schachcomputern wurden bereits erstaunliche Fortschritte erzielt. Künstliche Intelligenz besiegt Menschen bei Quizsendungen. Können wir uns darauf einstellen, dass alle Aspekte menschlicher Geistestätigkeit durch Maschinen imitiert oder gar übertroffen werden können? Ein wichtiger Einwand lautet: Maschinen werden nie die höheren Ebenen menschlicher Kreativität wie etwa künstlerische Tätigkeiten übernehmen, Maschinen werden z.B. nie Symphonien wie Beethoven komponieren können. KI-Fans begreifen derartige Einwände oft als Herausforderungen. So hat der Musikwissenschaftler, Komponist und Programmierer David Cope die Noten von Komponisten wie Bach, Beethoven und Mozart maschinell analysiert und auf dieser Grundlage maschinelle Neukompositionen in deren Stil implementiert. Bei Blindvorführungen sollen diese Kompositionen ein musikalisch gebildetes Publikum überzeugen können. Auch neuere Projekte wie MuseNet von OpenAI sorgen für Schlagzeilen. In der Veranstaltung wird die Pianistin Barbara Zeller menschlich und maschinell komponierte Musikbeispiele auf dem Konzertflügel aufführen. Zusammen werden wir über künstliche Intelligenz im Bereich der Musik diskutieren: Wird KI auch menschliche Kreativität überbieten können? Was sind eigentlich Kunst und Musik und welche Bedeutung haben sie für den Menschen?