Erfolgreiche Promotion im Bereich der Elektromobilität

21.04.2022
Von: Dominik Grauvogl

Dominik Grauvogl hat seine kooperative Industriepromotion mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen.

Von links: Prof. Dr. Dieter Gerling, Promovend Dominik Grauvogl und Prof. Dr. Bernhard Hopfensperger nach erfolgreich absolviertem Rigorosum an der Universität der Bundeswehr München.

Von links: Prof. Dr. Dieter Gerling, Promovend Dominik Grauvogl und Prof. Dr. Bernhard Hopfensperger nach erfolgreich absolviertem Rigorosum an der Universität der Bundeswehr München. Foto: Gerhard Grauvogl

Nachdem Dominik Grauvogl bereits zuvor bei Continental Automotive GmbH in Regensburg als Entwicklungsingenieur für elektrische Antriebssysteme gearbeitet hatte, entschied sich der Elektroingenieur nochmal für die akademische Laufbahn einer kooperativen Industriepromotion. Für den ehemaligen Absolventen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) war klar, dass er diesen Schritt wieder gemeinsam mit der OTH Regensburg und seinem ehemaligen Masterarbeitsbetreuer Prof. Dr. Bernhard Hopfensperger von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik gehen wollte. Dieser übernahm auch zur Freude von Dominik Grauvogl das Zweitgutachten der Doktorarbeit. Zusammen mit dem Doktorvater Prof. Dr Dieter Gerling vom Lehrstuhl für elektrische Antriebstechnik und Aktorik der Universität der Bundeswehr München war somit das Fundament für seine Dissertation gegeben, welche er schließlich von Januar 2019 bis November 2021 nach bestandenem Rigorosum mit sehr gutem Erfolg umsetzte.

Verzicht auf Magnete und asymmetrischer Rotorblechschnitt als entscheidende Innovation

Ziel der Dissertation mit dem Titel „Multiphysikalische Auslegung einer fremderregten Synchronmaschine mit magnetischer Asymmetrie für einen Hochvolt-Achsantrieb“ war es, für die Firma Vitesco Technologies (ehemals Continental) einen Antriebsmotor für ein Elektrofahrzeug zu entwickeln. Aufgrund der ökonomischen, ökologischen und technischen Nachteile, die durch die Verwendung von Seltenerd-Permanentmagneten einhergehen, sollte eine konkurrenzfähige Alternative dazu gesucht werden. Die Lösung hierfür ist die sogenannte fremderregte Synchronmaschine. Das Besondere dabei war der patentierte Ansatz einer asymmetrischen Polschuhgestaltung, mit dem es möglich ist, das Drehmoment-, Geräusch- und Energieeffizienzverhalten signifikant zu verbessern. Die zuvor simulierten Forschungsinhalte konnten mit einem aufgebauten Prototyp und dessen elektrischer Vermessung am Maschinenprüfstand bestätigt werden.

Neben der klassischen Forschungsarbeit konnte Dominik Grauvogl durch die Rolle eines Lehrbeauftragten an der OTH Regensburg seine didaktischen Fähigkeiten verbessern und sein Fachwissen zur elektrischen Antriebstechnik an Studierende weitervermitteln.

Elektromobilität trifft auf großen Zuspruch und bietet Zukunftsperspektiven

Aufgrund der innovativen Art, einen E-Motor elektromagnetisch zu designen, entstanden als weiteres Resultat des Promotionsvorhabens drei einschlägige Fachpublikationen bei anerkannten nationalen und internationalen Fachkongressen für elektrische Antriebssysteme und Elektromotoren. Darüber hinaus konnte Dominik Grauvogl durch die Betreuung von einer Projektarbeit, einem Werkstudenten, zwei Bachelor- und vier Masterabschlussarbeiten zahlreiche Studierende der OTH Regensburg an das Arbeiten nach guter wissenschaftlicher Praxis heranführen.

Im Anschluss seiner Promotion trat Dominik Grauvogl der BMW AG als leitender Ingenieur bei. Dort will er mit seinem gesammelten Wissen zur rasch voranschreitenden Elektromobilität gewinnbringend beitragen.

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