Matthias Schlamp ist Doktor der Ingenieurwissenschaften

30.05.2022

Schäden an den Flügeln von Flugzeugen durch Kollision mit Vögeln oder durch einschlagende Hagelkörner können gravierende Folgen haben: Matthias Schlamp hat diese in seiner Doktorarbeit untersucht. 

Prof. Dr. Ingo Ehrlich, Matthias Schlamp und Prof. Dr. habil. Stefan Hiermaier freuen sich über die erfolgreiche Promotion

Prof. Dr. Ingo Ehrlich, Matthias Schlamp und Prof. Dr. habil. Stefan Hiermaier freuen sich über die erfolgreiche Promotion

Die Verteidigung der Dissertation, bestehend aus einer zwanzigminütigen Präsentation der Forschungsinhalte und einer abschließenden siebzigminütigen Befragung, fand in den Räumlichkeiten des Ernst-Mach-Instituts (EMI) in Freiburg statt. Der Institutsleiter des EMI, Prof. Dr. habil. Stefan Hiermaier, war als Professor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Betreuer und Erstgutachter im Promotionsverfahren von Herrn Schlamp. Beheimatet war das Promotionsverfahren in der Technischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Forschungstätigkeiten selbst fanden an der OTH Regensburg im Labor Faserverbundtechnik (LFT) bei Prof. Dr. Ingo Ehrlich statt, der Betreuer und Zweitgutachter in diesem Verfahren gewesen ist.

Matthias Schlamp hat sich in seiner Promotion mit dem Schädigungsverhalten von gekrümmten Geometrien aus faserverstärktem Kunststoff beschäftigt. Diese Geometrien waren angelehnt an die Strukturen von Flügelvorderkanten, wie sie zum Beispiel bei Verkehrsflugzeugen zu finden sind. Schlagschäden durch Hagel- oder Vogelschlag oder auch Rempler mit Gegenständen können im Werkstoff Schäden verursachen, die von außen nicht sichtbar sind, aber einen großen Einfluss auf die Druck- und Schwingfestigkeit des Werkstoffs besitzen. Um ein wissenschaftlich begründetes Verständnis davon zu erlangen, welchen Einfluss die Geometrie und der Lagenaufbau des Bauteils bzw. des Probekörpers auf das Schädigungsverhalten besitzen, wurden zahlreiche experimentelle, numerische und auch analytische Untersuchungen im Laufe der Promotion vorgenommen. Die Dokumentation der Untersuchungen sowie die Beschreibung und Diskussion der Ergebnisse fanden Eingang in die Dissertation mit dem Titel „Der Einfluss elliptischer Krümmung auf das Verformungs- und Schädigungsverhalten glasfaserverstärkter Kunststoffstrukturen“.

Den Vorsitz im Promotionsverfahren hatte Prof. Dr. Dr. Oliver Ambacher (Gips-Schüle-Professor für Leistungselektronik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) inne. Prof. Dr. Chris Eberl (Stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM und Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) war als Beisitzer für das Verfahren berufen worden. Der Drittgutachter in dem Promotionsverfahren war Prof. Dr. Frank Balle (Walter-und-Ingeborg-Herrmann-Professor für Leistungsultraschall und Technische Funktionswerksstoffe an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).

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