Promotion im Bereich biologische Methanisierung erfolgreich abgeschlossen

08.12.2020
Von: FENES, Prof. Dr. Michael Sterner, Michael Heberl

Mit der Verteidigung seiner Dissertation im November 2020 konnte Dr. Martin Thema von der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher seine kooperative Promotion erfolgreich abschließen.

Frisch promoviert (von links): Dr. Martin Thema zusammen mit Tobias Weidlich vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik und Prof. Dr. Michael Sterner, der die Promotion an der OTH Regensburg betreut hat, bei der Hutübergabe.

Frisch promoviert (von links): Dr. Martin Thema zusammen mit Tobias Weidlich vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik und Prof. Dr. Michael Sterner, der die Promotion an der OTH Regensburg betreut hat, bei der Hutübergabe.

Erfolgreicher Abschluss einer kooperativen Promotion. Von links: Prof. Dr. Jörg Franke und Prof. Dr. Kathrin Castiglione von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg, Prof. Dr. Katharina Herkendell (FAU) sowie Prof. Dr. Jürgen Karl und Promovend Martin Thema bei der Notenbekanntgabe.

Erfolgreicher Abschluss einer kooperativen Promotion. Von links: Prof. Dr. Jörg Franke und Prof. Dr. Kathrin Castiglione von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Michael Sterner von der OTH Regensburg, Prof. Dr. Katharina Herkendell (FAU) sowie Prof. Dr. Jürgen Karl und Promovend Martin Thema bei der Notenbekanntgabe. Fotos: Julia Sattler

Dr. Martin Thema hat mit der mündlichen Promotionsprüfung am 10. November 2020 die letzte Hürde zum Doktortitel erfolgreich gemeistert und seine Dissertation "Process optimization for microbial biosynthesis of methane in a trickle-bed reactor for Power-to-Gas applications: the ORBIT-process" abgeschlossen.

Im Fokus: Power-to-Gas als Forschungsthema

Bereits während seines Bachelorstudiums an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und des anschließend folgenden Master of Applied Research in Engineering Sciences hat Martin Thema aktiv zu verschiedenen Forschungsthemen der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) gearbeitet.

Seit 2012 beschäftigt er sich mit verschiedenen Themen im Bereich Energiewende und Klimawandel. Mit seiner Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle richtete sich seit 2013 der Fokus seiner Arbeit zunehmend auf Power-to-Gas und speziell auf die biologische Methanisierung. Daneben war Dr. Martin Thema auch Mitglied im Fakultätsrat und umfassend am Aufbau des Labors Energiespeicher und Energienetze an der OTH Regensburg beteiligt.

Zweite Verbundpromotion innerhalb des BayWISS-Kollegs Energie

Die kooperative Promotion wurde von Prof. Dr. Michael Sterner seitens der OTH Regensburg und von Prof. Dr. Jürgen Karl vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik (EVT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) betreut. Sie ist die erste Verbundpromotion, die innerhalb des BayWISS-Kollegs Energie (Bayerisches Wissenschaftsforum) an der OTH Regensburg abgeschlossen wurde und die zweite im Verbundkolleg Energie.

In seiner Promotion beschäftigte sich Dr. Thema mit dem Aufbau, dem Betrieb und insbesondere der Optimierung eines Rieselbett-Bioreaktors. Mithilfe von Archaeen können in einem solchen Reaktor Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid auf biologischem Wege zu Methan umgesetzt werden. Ein Großteil der Arbeiten lief im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Verbundforschungsvorhabens ORBIT ab, das Dr. Thema als Projektkoordinator betreute und mitinitiiert hat.

Wichtiger Beitrag zur Markteinführung von Zukunftstechnologien

Einen wichtigen Beitrag liefert seine Arbeit zur interdisziplinären Verständigung zwischen Biologie, Verfahrenstechnik und Energietechnik: Aus dem Projekt ORBIT heraus wurde die Erarbeitung einer neuen Richtlinienreihe "VDI 4635 Power-to-X" beim Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI) initiiert. Dr. Martin Thema ist dort Sprecher der Arbeitsgruppe Methanisierung im Richtlinienausschuss, der mittlerweile über 70 Mitglieder aus Wissenschaft und Industrie zählt und mit der Vereinheitlichung von Semantik und Berechnungsmethoden im gesamten Themenfeld Power-to-X einen Beitrag zur Markteinführung dieser Zukunftstechnologien leistet.

Da aufgrund der Corona-Pandemie die Anzahl der Zuhörer*innen im Raum zum Termin der Verteidigung stark begrenzt war, wurde die gesamte Veranstaltung einschließlich Hutübergabe vom Lehrstuhl Energieverfahrenstechnik per Videokonferenz übertragen. So konnten trotzdem über 40 Freund*innen, Familie und Kolleg*innen online an diesem denkwürdigen Moment teilnehmen.

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