Digitalisierung in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung

14.05.2019
Von: Prof. Dr. Claus Koss

Die Digitalisierung wird auch die Tätigkeit in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung verändern. Tuncer Ilhan, der Leiter der DATEV-Niederlassung in Passau, zeigte in einem Gastvortrag an der OTH Regensburg die Auswirkungen auf die Branche.

Tuncer Ilhan, Leiter der Niederlassung Passau der DATEV eG, informierte Studierende des Studienschwerpunkts „Steuern und Wirtschaftsprüfung“ an der OTH Regensburg über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Branche.

Tuncer Ilhan, Leiter der Niederlassung Passau der DATEV eG, informierte Studierende des Studienschwerpunkts „Steuern und Wirtschaftsprüfung“ an der OTH Regensburg über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Branche. Foto: Prof. Dr. Claus Koss

Noch gilt der Pendelordner als eine gängige Methode, Belege geordnet vom Steuerpflichtigen zur Steuerberaterin oder zum Steuerberater zu bringen, berichtete Tuncer Ilhan aus seiner langjährigen Arbeit mit tausenden Steuerberaterinnen und Steuerberatern, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten zwischen Berchtesgaden und der Nördlichen Oberpfalz. Der Leiter der DATEV-Niederlassung in Passau war im Mai 2019 eigens für einen Vortrag an die Fakultät Betriebswirtschaft der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) gekommen, um den Studierenden die Auswirkungen der Digitalisierung für die Branche aufzuzeigen.

Prozesse werden schneller und effizienter

Zukünftig scannt die Mandantin oder der Mandant ihre oder seine Belege ein, diese werden im DATEV-Rechenzentrum revisionssicher abgelegt, oft im System der steuerlichen Beratung automatisiert verbucht. Der Vorteil der Digitalisierung: Die Prozesse werden schneller und effizienter. Das stellt aber auch andere Anforderungen an die in Kanzleien Tätigen, betonte der Leiter der DATEV-Niederlassung Passau: Denn neben fundierten Steuerrechtskenntnissen brauchen sie jetzt umfassende Anwendungskenntnisse in der immer stärker vernetzten Software.

"Wir reagieren in der Ausbildung an der OTH bereits jetzt darauf", sagte Prof. Dr. Claus Koss von der Fakultät Betriebswirtschaft am Rande des Workshops mit dem größten Anbieter von Spezialsoftware für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Im Teilgebiet Wirtschaftsprüfung müssen sich die Studierenden im Schwerpunkt "Steuern/Wirtschaftsprüfung" bereits jedes Sommersemester mit Prüfungssoftware auseinandersetzen. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit der DATEV eG bilden die Steuerprogramme ab dem Wintersemester 2019/2020 einen festen Bestandteil seiner Schwerpunktvorlesung "Steuerrecht".

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