Physiotherapie ausbildungsintegrierend studieren

26.07.2019
Von: Julia Roth

Bei einem Infoabend stellte Prof. Dr. Pfingsten den ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Physiotherapie vor. Unterstützt wurde sie von Studierenden, die über ihre Erfahrungen sprachen.

Prof. Dr. Andrea Pfingsten informierte Interessierte über den ausbildungsintegrierenden Studiengang Physiotherapie. Studierende höherer Semester berichteten zudem von ihren Erfahrungen und standen für Fragen zur Verfügung.

Prof. Dr. Andrea Pfingsten informierte Interessierte über den ausbildungsintegrierenden Studiengang Physiotherapie. Studierende höherer Semester berichteten zudem von ihren Erfahrungen und standen für Fragen zur Verfügung. Foto: Julia Roth

Die Studiengangleiterin Prof. Dr. Andrea Pfingsten informierte bei einem Infoabend am 4. Juli 2019 ausführlich über den ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang Physiotherapie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Auch Studierende des Studiengangs beteiligten sich rege, um von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.

So breit die Palette der Patientinnen und Patienten im Bereich der Physiotherapie ist, so breit ist auch die Palette an Techniken und Methoden, die in der praktischen Arbeit zum Einsatz kommen. Neben akuten Rückenschmerzen werden chronische Erkrankungen oder Auswirkungen von Schädel-Hirn-Traumata behandelt. „Physiotherapie ist das meist verordnete Heilmittel vor Ergo- und Sprachtherapie“, so Prof. Dr. Pfingsten. Der aktuelle hohe Bedarf an gut ausgebildeten Physiotherapeutinnen und -therapeuten wird also auch in Zukunft weiterbestehen. „Jede zweite Stelle in der Physiotherapie kann im Moment nicht besetzt werden, das ist die beste Ausgangssituation“, so Prof. Dr. Pfingsten weiter.

Ein Berufsstand im Umschwung

Eine Herausforderung wird in Zukunft die digitale Gesundheitsversorgung sein. Das Spektrum an Behandlungen wird dadurch noch vielfältiger und breiter werden. Zudem sind neue Berufsgesetze und systematische Änderungen in Planung. Prof. Dr. Pfingsten ist selbst in einer berufspolitischen Vertretung aktiv, welche zum Ziel hat, das Studium der Physiotherapie grundständig einzuführen. Es tut sich also etwas in der Politik und man darf gespannt auf die weiteren Entwicklungen sein.

Studierende bestätigen den Mehrwert des Studiums

Die ersten Studierenden befinden sich seit dem Wintersemester 2018/2019 nach erfolgreicher staatlicher Anerkennung im Vollzeitstudium. Einige von ihnen sowie Studierende aus anderen Semestern waren ebenfalls beim Infoabend vertreten, um von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten. Dabei waren sich alle einig, dass das Studium neben der Ausbildung eine Herausforderung, aber machbar ist. Ein gutes Zeitmanagement hilft bei der Organisation.

Die anwesenden Studierenden bestätigen den Mehrwert des Studiums im Vergleich zur reinen Ausbildung. Sie lernen vermehrt, Dinge kritisch zu hinterfragen. Viele von ihnen interessieren sich mittlerweile vermehrt für die berufspolitische Situation und haben vor, sich in diesem Bereich zu engagieren. Auch Prof. Dr. Pfingsten betont die Wichtigkeit eines Studiums für die Entwicklung der Profession hin zu größerem Ansehen, mehr Verantwortung und Handlungsfreiheit. Um Patientinnen und Patienten auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu untersuchen und zu behandeln sowie das eigene Handeln zu reflektieren, braucht es eine akademische Ausbildung.

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