Studierende mit besonderen Aufgaben gewürdigt

07.06.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Die OTH Regensburg beteiligte sich am 5. Juni am bundesweiten Diversity-Tag der Charta der Vielfalt e.V.: Der Verein der Freunde der OTH Regensburg e.V. und die Katholische Jugendfürsorge in der Diözese Regensburg e.V. haben Preise an Studierende mit Doppelbelastung vergeben.

Die Diversity-Preisträger und -trägerinnen Nando Petri (mitte), Sophie Bracks (3. von rechts) und Wolfgang Rath (2. von rechts) mit (von links).

Die Diversity-Preisträger und -trägerinnen Nando Petri (mitte), Sophie Bracks (3. von rechts) und Wolfgang Rath (2. von rechts) mit (von links) Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V., Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg, und (rechts) Eduard B. Wagner, Vorsitzender des Vereins der Freunde der OTH Regensburg e.V.

Preisträgerin und Preisträger des Genderprojekts Dr. Stephanie Krinner und Prof. Dr. Thomas Groll (mitte) von der Fakultät Betriebswirtschaft

Preisträgerin und Preisträger des Genderprojekts Dr. Stephanie Krinner und Prof. Dr. Thomas Groll (mitte) von der Fakultät Betriebswirtschaft mit Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard (links), Frauenbeauftragte der OTH Regensburg und Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg. Fotos: Sarah Sophie Ruppert / OTH Regensburg

Bereits zum vierten Mal beteiligte sich die OTH Regensburg am 5. Juni am bundesweiten Diversity-Tag der Charta der Vielfalt e.V. Jedes Jahr werden zu diesem Anlass durch den Verein der Freunde der OTH Regensburg e.V. und die Katholische Jugendfürsorge in der Diözese Regensburg e.V. Preise an Studierende vergeben.

Den mit je 500 Euro dotierten „Diversity-Preis“ erhielten in der Kategorie Studium mit Familienaufgaben Nando Petri sowie in der Kategorie Studium mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung Wolfgang Rath, beide Studierende an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Ein Sonderpreis in beiden Kategorien ging in diesem Jahr an Sophie Bracks, Fakultät Elektro- und Informationstechnik. Den im Rahmen des Professorinnenprogrammes II von der Frauenbeauftragten der Hochschule mit 5000 Euro ausgelobten Preis zur „Förderung von Genderprojekten“ erhielt das Projekt „Design Sprint“, das sich die optimale Integration von Frauen auf die Fahnen geschrieben hat.

In einem Festvortrag zum Thema „Erfolgreiche berufliche Bildung für Menschen mit Migrationshintergrund: Wie können Unternehmen und Hochschulen einen Beitrag leisten?“, stellte Prof. Dr. Philip Anderson von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften die Schlüsselrolle der Hochschulen in der Förderung von Geflüchteten heraus: Mit der gerechten Vermittlung von Studieninhalten, durch die Betreuung der Migranten durch sogenannte „Buddies“ und Mentoren oder mit Sprach- und Vorbereitungskursen könne man mit gutem Beispiel vorangehen und eine „gute Atmosphäre“ sowie eine „gelehrte Willkommenskultur“ vorleben.  

Mut machen

Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, verwies auf die Bemühungen seiner Hochschule, die darauf abzielen, Menschen mit den verschiedensten Hintergründen zu integrieren. Dies sei eigens in der internen Strategieplanung festgelegt und Teil einer konkreten Zielvereinbarung mit dem dafür zuständigen bayerischen Staatsministerium. Anlässlich der Preisvergabe betonte Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg: „Wir wollen Doppelbelastungen anerkennen und sensibilisieren. Wir wollen Studierenden und Studieninteressierten Mut machen, die ebenfalls in einer schwierigen Situation sind. Es ist möglich!“ 

Mut machten die Lebenswege von Wolfgang Rath, der sein Studium trotz psychischer Erkrankung meistert. Sein Kommilitone, Nando Petri, wurde ausgezeichnet, weil er neben dem Studium seine an Krebs erkrankte Mutter betreut. Der Sonderpreis für Sophie Bracks würdigte deren erfolgreiches Studium trotz außergewöhnlicher Belastungen in beiden Bereichen: Sie pflegte zu Beginn ihres Studiums ihren im Wachkoma liegenden Vater, der später an seinem Leiden verstarb. Kurz darauf erlitt ihr damaliger Partner einen schweren Bergunfall, woraufhin sie schließlich selbst aufgrund der großen psychischen Belastung erkrankte, 

Das Musikprojekt des Vereins CampusAsyl e.V., bei dem Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit mit Geflüchteten zusammen musizieren, umrahmte den Abend.

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