Festauftakt im ehemaligen Bauschulen-Pausenhof

Am Anfang der Jubiläumsfeierlichkeiten der OTH Regensburg am Standort Prüfening stand eine Hommage an ein Gebäude, das bereits Generationen von Studierenden beheimatete.

Jubiläumsgeschichte Auftaktveranstaltung
Foto: OTH Regensburg/Florian Hammerich

Dass man am Standort Prüfening der OTH Regensburg in der Cafeteria auf Original-Sora-Stühlen sitzt und zwar in einem Glas-Kristallbau, der von Walter Heigl, einem ehemaligen Studenten der FH Regensburg, Mitte der 1985er-Jahre entworfen worden war, das wusste vor der Auftaktveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum wohl kaum jemand. Es war Stefan Krabatsch vom Staatlichen Bauamt, der die Festgäste mit so manchem Detail zu den Räumlichkeiten in Prüfening erstaunte.

Jubiläumsgeschichte Auftaktveranstaltung - Innenhof Prüfening
Foto: OTH Regensburg/Florian Hammerich

Zur Festveranstaltung kamen rund 50 Personen im jetzigen zentralen Innenhof zusammen. Die Bauschule, die 1953 hier eröffnet wurde, startete mit 131 Schülern, die die Fächer Hochbau, Tiefbau und Werksteinbau belegen konnten. Fünf Jahre später entschied man sich, die Bauschule zu einem Polytechnikum zu erweitern, das 1961 den Namen Johannes-Kepler-Polytechnikum erhielt. Dieses bot neben Hoch- und Tiefbau die Fächer Maschinenbau und Elektrotechnik an. Damals waren 961 Studierende immatrikuliert. Zehn Jahre später, als am 1. August 1971 die Fachhochschule Regensburg ihren Betrieb aufnahm, waren es bereits 1.428 Studierende, die aus acht grundständigen Diplomstudiengängen wählen konnten.

1977 verabschiedete sich als erstes der Fachbereich Sozialwesen aus Prüfening in die Seybothstraße. Damit begann der allmähliche Umzug aller Fakultäten an den Campus auf dem Galgenberg. Aus der Fachhochschule Regensburg wurde 2007 die Hochschule Regensburg, kurz HS.R, und 2013 die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, kurz OTH Regensburg. Heute studieren hier mehr als 11.000 Menschen in 32 Bachelor- und 25 Masterstudiengängen. Der Standort Prüfening bleibt aktuell: Während die Architektur als letzte der acht Fakultäten nun ebenfalls am Campus beheimatet ist, kehren die ersten Umzügler wieder zurück: Die in den vergangenen Jahren enorm gewachsene Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften nutzt die freigewordenen Flächen für ihre Labore, zum Beispiel für das Skills-Lab Hebammenkunde.


Rundgang durch das Prüfeninger Hochschulgebäude