Historische Entwicklung der Hochschulbibliothek Regensburg

Vom Zettelkasten zum OPAC, vom gedruckten Buch zum E-Book, von der Karteikarten-Ausleihe an der Theke zum Selbstverbuchungsterminal: Die Bibliothek der OTH Regensburg hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer modernen wissenschaftlichen Universalbibliothek entwickelt.

Jubiläumsgeschichte Historie Hochschulbibliothek
Foto: OTH Regensburg/Christa Feldhordt

Als 1953 an der Prüfeninger Straße in der Aula des neuen Gebäudes der Bauschule Regensburg die Einweihungsfeier stattfand, ahnte noch niemand, dass hier 20 Jahre später eine Bibliothek eröffnet werden würde. 1973, zwei Jahre nach Gründung der FH Regensburg, die unmittelbar aus der Bauschule und dem daraus hervorgegangenen Johannes-Kepler-Polytechnikum entstanden war, wurde eine Fachhochschulbibliothek ins Leben gerufen. Sie übernahm auch die Bestände der Dozentenbücherei des Johannes-Kepler-Polytechnikums.

Die FH-Bibliothek bot zunächst rund 35 Lesesaalplätze. Da nicht alle Bücher sämtlicher Fachbereiche am Standort Prüfening untergebracht werden konnten, wurde die Literatur für Betriebswirtschaft in einem Gebäude in der Salzburger Gasse aufgestellt. Die Bestände der sozialwissenschaftlichen Literatur konnten in einer eigenen Bibliothek im Sammelgebäude der Universität Regensburg bereitgestellt werden.

Diese beiden Teilstandorte wurden Anfang der 1980er-Jahre aufgelöst, als ein ehemaliges Universitätsgebäude an der Seybothstraße nunmehr für die FH-Bibliothek genutzt werden konnte. Die Teilbibliothek in der Prüfeninger Straße wurde ebenfalls erweitert und modernisiert. Ein Sicherungssystem mit Magnetstreifen sollte die Bücherdiebstahlsquote, die seinerzeit bei fünf Prozent lag, senken.

Bis Anfang der 1990er-Jahre erfolgte die Ausleihe über ein Karteikartensystem und die Literaturrecherche wurde über Zettelkästen und Mikrofiche betrieben. Im Jahr 1999 startete die elektronische Medienverbuchung. Ein Jahr später konnten die Bestände aller wissenschaftlichen Bibliotheken Regensburgs im "Regensburger Katalog" (OPAC) vereint und online recherchiert werden. Der wohl größte Meilenstein in der bisherigen Geschichte der Bibliothek war der Neubau auf dem Campus, der im März 2006 eingeweiht wurde. Der neue Lesesaal auf zwei Ebenen bietet 364 Arbeitsplätze, die Medien sind gesichert und entleihbar über ein radiowellenbasiertes RFID-System. Im Jahr 2020 verfügt die Hochschulbibliothek über rund 180.000 gedruckte Bände sowie rund 110.000 lizenzierte E-Books. Hinzu kommen 562 Print-Zeitschriften und rund 55.000 lizenzierte elektronische Zeitschriften. 22 Beschäftigte arbeiten hier.

Weitere Einblicke in die Historie der Hochschulbibliothek der OTH Regensburg finden Sie auf den Seiten der Hochschulbibliothek.