Fachübergreifendes, interkulturelles Lernen: 20 Jahre IHaKo

Von „Highlight“ über „wertvollste Erfahrung im Studium“ bis hin zu „unerlässlich“ reichen die Rückmeldungen von ehemaligen Teilnehmenden am Zusatzstudium "Internationale Handlungskompetenz". Die zweisemestrige Ausbildung gibt es bereits seit 20 Jahren. Ihr Begründer ist Prof. Dr. Alexander Thomas.

Jubiläumsgeschichte IHaKo
Foto: Markus Meilinger

Dass die studienbegleitende Ausbildung IHaKo – so die Abkürzung für Internationale Handlungskompetenz – etwas Besonderes ist, beweist nicht zuletzt der Verein "Intcom". IHaKo-Alumni haben ihn gegründet, um ihre im Zusatzstudium erworbenen Erkenntnisse auf dem Gebiet Interkultureller Kommunikation nach außen zu tragen. Auch von höchster Stelle hat die einjährige Schulung viel Lob eingeheimst: Bereits im Wintersemester 2003/2004 vergab das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst einen Sonderpreis für besondere Verdienste um die Internationalisierung der bayerischen Hochschulen.

Das Programm war zu seinem Start im Wintersemester 2001 tatsächlich ein Novum: Mit einer gemeinsamen Studien- und Prüfungsordnung von damaliger FH Regensburg und Universität Regensburg hatte es Pilotcharakter im gesamten Hochschulbereich. Und: Immer noch haben Studierende sowohl der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) als auch der Universität Regensburg die Möglichkeit, das Zusatzstudium zu absolvieren.

Jubiläumsgeschichte IHaKo - Begründer Prof. Dr. Alexander Thomas
Fotos: Markus Meilinger

Inhaltlich weist das viermodulige Zusatzstudium durch dieses campusübergreifende Angebot ebenfalls Besonderheiten auf. Eine der Stärken der Ausbildung liegt in den bikulturellen Dozierenden-Teams sowie der fachkulturell durchmischten Lernumgebung. „Da sitzt schon mal ein*e Bauingenieur*in neben einem*einer Studierenden der Kulturwissenschaft oder Studierende der Sozialen Arbeit neben Studierenden der Rechtswissenschaft“, sagt Ulrike de Ponte, die als Diplompsychologin mit ihrem kultursoziologischen Kollegen Prof. Dr. Wilfried Dreyer das Programm leitet. Diese supradisziplinäre Verbindung aus Soziologie und Psychologie wie auch die Anwendung in die Praxis sind eine andere Stärke, wie de Ponte betont: „Jedes Semester arbeiten wir auch stark erfahrungsorientiert. Das wird persönlich reflektiert und dann rückgebunden an wissenschaftliche Konzepte und Theorien. Außerdem können alle Dozierenden aus ihrer Praxiserfahrung heraus stets Anwendungen in die Praxis sichtbar machen.“

In den 20 Jahren gab es auch Veränderung. Eine große dadurch, dass die sonst freiwillig zu wählende Zusatzausbildung feste Säule im Bachelorstudiengang International Relations and Management wurde, in dem die Studierenden ein Jahr verpflichtend ins Ausland gehen. Jetzt gibt es Entwürfe zu einem IHaKo 3.0: „Viele Impulse haben die Studierenden nach dem Auslandsjahr eingebracht; so bleibt das Programm selbst im regen Austausch“, sagt de Ponte. Ende September 2021 wird zunächst aber erst mal das 20-Jährige gefeiert – in kleinem Rahmen, coronakonform, aber halt auch historisch.