Information für Studieninteressierte, Studiengang Wirtschaftsinformatik (Bachelor)

Sie wollen computergestützte Anwendungssysteme gestalten und in der Praxis einsetzen? Die Inhalte von Betriebswirtschaftslehre und Informatik kombinieren und so neuartige Ergebnisse und Erkenntnisse herbeiführen? Dann ist das Studium der Wirtschaftsinformatik genau das Richtige für Sie!

Weltweit wird das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben immer mehr durch die Informations- und Kommunikationstechnik geprägt. Überall sind Standardsoftware, Datenbanken und Internetanwendungen im Einsatz. Ausgehend von den Unternehmenszielen werden maßgeschneiderte IT-Architekturen geformt und Prozesse gestaltet.

Ihre Aufgabe wird sein, als Entwickler, Berater, Projektmitarbeiter oder IT-Manager komplexe IT-Lösungen zu beherrschen. Die Wirtschaftsinformatik ist eine relativ junge Disziplin, jedoch aus allen Branchen nicht mehr wegzudenken.

Unser akkreditierter Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik bereitet Sie optimal auf Ihre künftigen Aufgaben vor. Darüber hinaus können Sie im Anschluss in drei weiteren Semestern den Master of Science in Informatik erwerben – Ihnen stehen alle Wege offen! Sie treffen eine wirklich gute Wahl!

Die Wirtschaftsinformatik befasst sich computerunterstützt mit Informations- und Kommunikationssystemen in Wirtschaft und Verwaltung. Dabei spielen die Gestaltung und der Einsatz der verwendeten Systeme ebenso eine wichtige Rolle wie die Verbindung von Menschen, Aufgaben und Informationstechnologien. Dazu vermitteln wir eine solide Basis an Grundkenntnissen in den Bereichen

  • Mathematik und Statistik,
  • Informatik,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Kerngebiete der Wirtschaftsinformatik,
  • „Soft Skills“.

Das Studium der Hochschule zeichnet sich durch hohen Praxisbezug aus. Zu fast allen Fächern bieten wir praktische Übungen in kleinen Gruppen an. Insgesamt umfasst das Studium sieben Semester und gliedert sich in drei Studienabschnitte:

  • Die ersten beiden Semester dienen der Vermittlung von Grundlagen und der Orientierung.
  • In den nächsten drei Semestern vertiefen Sie die erworbenen Kenntnisse und sammeln Praxiserfahrung außerhalb der Hochschule.
  • Spezialisierung erfolgt in den letzten beiden Semestern.
  • Den Abschluss des Studiums bildet die Bachelorarbeit, in der Sie zeigen können, was Sie gelernt haben.

Bin ich für ein Informatik-Studium geeignet? Welche Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten sollte ich dafür mitbringen? Diese Fragen haben Sie sich sicher schon gestellt, wenn Sie diesen Text lesen. Im Folgenden haben wir Informationen zusammengestellt, die Ihnen die Beantwortung erleichtern sollen.

  • Wichtige Interessensgebiete:

    Programmieren: Programmierkenntnisse sind ein wichtiger Bestandteil im Repertoire eines Informatikers und daher ein zentrales Thema im gesamten Informatikstudium. Grundkenntnisse in einer Programmiersprache sind also ein entscheidender Vorteil. Auf die Sprache selbst kommt es dabei weniger an.

    Betriebswirtschaft
    : Wer in der Schule schon einmal das Fach "Wirtschaft und Recht" hatte, hört bekannte Begriffe wie Umsatzsteuer, Betriebsmittel, Kostenrechnung, wieder. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist dieses Fach zu schaffen.

    Mathematik
    : Wenn Sie sich mit mathematischen Themen schon in der Schule gern befasst haben, wird Ihnen im Informatikstudium manches leichter fallen. Die Teilnahme am Leistungskurs "Mathematik" der Kollegstufe ist aber nicht unbedingt notwendig.

    Englisch
    : Schulkenntnisse sind durchaus ausreichend. Im Studium lernen Sie darüber hinaus vor allem auch die Fachsprache, denn die Fachliteratur ist heute überwiegend in Englisch geschrieben. Auch ein amerikanischer Lebenslauf ist danach kein Problem mehr. Ein Aufenthalt in einem englischsprachigen Land ist vorteilhaft, aber dazu haben Sie im Studium noch Gelegenheit.

    Teamfähigkeit: Im Studium werden immer wieder Übungen und Projekte in kleinen Teams durchgeführt, Auch Lerngemeinschaften mit "Leidensgenossen" sind äußerst empfehlenswert.

  • Weitere Fähigkeiten und Pluspunkte:

    Abstraktes Denken: Abstraktion ist ein bewährtes Mittel um komplexe Probleme greifbar zu machen.  Hierzu werden komplexe Dinge vereinfacht und auf die wesentlichen Aspekte reduziert. Für die Abbildung von realen Abläufen auf Methoden der Informatik ist die Abstraktion ein wertvolles Hilfsmittel.

    Systematisches Arbeiten
    : Die Fähigkeit zum systematischen Arbeiten ist die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Sie sollten in der Lage sein, den Lehrstoff selbständig durch Literatur und Übungen zu vertiefen, Probleme systematisch zu analysieren und Lösungen dafür auszuarbeiten.

    Leistungsbereitschaft
    : Im Studium wird genau wie im späteren Beruf von Informatiker(inne)n eine hohe Leistungsmotivation erwartet. Sie sollten sich also darauf einstellen, dass Sie das Studium zu 100% fordern wird.

    Vortragstechnik:
      Häufig müssen Sie einen Vortrag in vorgegebener Länge zu einem bestimmten Thema halten. Dabei spielen Vortrags- und Präsentationstechniken eine große Rolle. Üben Sie diese so früh wie möglich ein.

    Computer Grundlagen: Die Bedienung von PC's oder Workstations wird im Studium vorausgesetzt, ebenso Grundkenntnisse in gängigen Betriebssystemen (z.B. Windows) und Standard-Anwendungen (z.B. Textverarbeitung). Ein eigener PC mit einer schnellen Internet Anbindung ist für ein Informatikstudium daher sehr empfehlenswert.

Im Berufsbild Wirtschaftsinformatik liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung von betrieblichen Abläufen wie z.B. Bestellwesen, Lagerlogistik und Personalverwaltung. Es ist daher unabdingbar dass der Wirtschaftsinformatiker über das notwenige Wissen aus den Bereichen Informatik und Betriebswirtschafslehre verfügt. Die Wirtschaftsinformatik stellt das Bindeglied zwischen den betrieblichen Abläufen und den technischen geprägten Aufgaben der Informatik her. Diese Schlüsselrolle ist für den Erfolg einer Firma  ausschlaggebend. Ein wichtiger Erfolgsfaktor besteht darin, die betriebliche Wertschöpfung optimal durch Informatik zu unterstützen. Durch das Wissen aus verschieden Disziplinen ist die Wirtschaftsinformatik in der Lage optimale Lösungen für die betriebliche Organisation zu finden.

Das Studium der Wirtschaftsinformatik stellt ein Fundament bereit, welches ein enormes Entwicklungspotential für Studierende bietet. Dies wird vor allem durch die Tatsache untermauert, dass die Wirtschaftsinformatik Einblick in viele Bereiche eines Unternehmens liefert. Mit der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung realisiert die Wirtschaftsinformatik IT-Systeme, welche die betrieblichen Abläufe positive beeinflussen und optimieren. Der Wirtschaftsinformatiker als Bindeglied stellt hierbei einen wertvoller Vermittler dar, welcher in der Lage ist betriebliche Abläufe zu erfassen und diese optimal mit Mitteln der Informatik zu lösen.

Aus diesen Gründen heraus können die Berufsaussichten der Wirtschaftsinformatik als sehr vielversprechend, vielseitig und abwechslungsreiche eingeordnet werden.

Folgende Anhaltspunkte geben ein Indiz dafür dass die Berufsaussichten für Informatikerinnen und Informatiker auch langfristig sehr gut bleiben werden:

  • Seit Anfang der 70er Jahre konnten die IT-Arbeitsplätze nur zu einem geringen Anteil mit ausgebildeten Informatikern besetzt werden (1998 waren dies nur 22%).
  • Die zunehmende Komplexität von Informatik-Systemen macht eine Professionalisierung der Leistungsträger im IT-Bereich immer dringender.
  • Die hohe Durchdringung aller Gesellschaftsbereiche mit IT-Technologien fordert Menschen welche diese Technologien verstehen und bereitstellen.